Im BUND vom 27. April berichtet Marianne Mühlemann vom schwindenden Interesse der Bevölkerung an klassischer Musik. Der klassische Musikbetrieb sei in Gefahr, schreibt die Journalistin, und zwar nicht nur in Bern. Studien belegen, dass die Nachfrage nach klassischen Konzerten in den nächsten Jahren drastisch zurückgehen werde, weil sich die Bedürfnisse des Publikums ändern. In ihrem Bericht zitiert Marianne Mühlemann den Präsidenten des Stiftungsrates KTB Marcel Brüllhart: „Bezüglich Programmierung wird man wohl auch prüfen, ob genreübergreifende Konzerte als Sonderformate, etwa hin zu Jazz, Pop oder Hip-Hop, geeignet wären“. Änderungen im Freizeitverhalten der Menschen sind nicht aufzuhalten. Aber immer mehr verabschiedet sich…
Auf Telebärn diskutierten unter der Leitung von Michael Grossenbacher Stadtrat Tom Berger (JF) und Marc Heeb, Leiter Orts- und Gewerbepolizei Bern über die umstrittene TV-Tonabstellung in den Pausen und nach Ende von Fussballübertragungen in der Öffentlichkeit. Dies betrifft sowohl die Finalspiele von YB als auch die Fussball-Weltmeisterschaft. Es ist selbstverständlich, dass der Ton in den Pausen und nach Beendigung der Spiele nicht abgestellt werden sollte. Was nicht selbstverständlich ist: Die drei bekennenden Fussballfans zweifelten nicht daran, dass jeder in Stadt und Kanton Bern ebenso fussball-begeistert ist wie sie. Es kam ihnen nicht in den Sinn, dass Fussballübertragungen in der Öffentlichkeit…
Warum auch sprechen Grossmütter viel zu laut in der Babysprache mit ihren Enkeln? Es war eine Grossmutter, die sprach unentwegt und viel zu laut mit ihrem Enkel. Sie konnte nicht aufhören, „wauwau“ und „meme“ zu sagen. Wieder und wieder. Und der Enkel im Kinderwagen plapperte „wawau“ und „meme“ nach. Papageienähnlich. Überfordert man einen Säugling mit den richtigen Worten? Also „Hund“ und „essen“. Ständig „wauwau“ und „meme“. Die Grossmutter zelebrierte die Babysprache als gelte es, einen Wettbewerb in Slam Poetry zu gewinnen. Sie hob den Säugling aus dem Wagen, um ihm „ds Füdle z putze“. Säuglings Antwort: „Wauwau, meme“, „Wauway, meme“….
Im Juni 2014 wurde eine neue Partei namens Up!Schweiz gegründet. Die drei Gründungsmitglieder kommen aus Kreisen der FDP. Ihr Programm lässt sich wie folgt zusammenfassen: Möglichst wenig Staat, möglichst viel Freiheit für den Bürger: «Wir wollen eine Organisation aufbauen, welche sich konsequent gegen den linken und rechten Kollektivismus wehrt und das Individuum und die Eigenverantwortung in den Mittelpunkt stellt.» Auch fordert up! eine “Sezession Light“, welche den Gemeinden das Recht gibt, Kantons- oder Bundesrecht nicht anzuwenden, wenn dieses gegen ein in der Bundesverfassung genanntes Freiheitsrecht verstösst. Dies gäbe den Gemeinden zum Beispiel die Möglichkeit, unilateral aus dem Finanzausgleich auszutreten oder…
In der letzten Quizsendung (9. April) von SRF „1 gegen 100“ wurde die Frage nach der Bedeutung von „Kegel“ gestellt. Von den sogenannten „Kontrahenten“ kannten 40 (vierzig!) den Begriff nicht … . Es stellt sich nun die Frage, nach welchen Kriterien diese „Kontrahenten“ ausgewählt werden. Offensichtlich wird auf ihre Bildung wenig Wert gelegt. Entspricht die “ härteste Quiz-Show der Schweiz“, in der laut SRF „Taktik und starke Nerven ebenso wichtig wie ein grosses Allgemeinwissen“, dem intellektuellen Niveau der Schweizer Bevölkerung? Wenn dem so wäre, müsste dieser Schweizer Bevölkerung ein sehr schlechtes Bildungs-Zeugnis ausgestellt werden. Anstatt die helvetische Mittelmässigkeit zu zelebrieren, …
Es ist weder Neid noch Missgunst, die zu dieser Betrachtung führen. Es geht lediglich um die Verhältnismässigkeit der Baubewilligung für ein winziges und ein höchst bedeutendes Unternehmen. Im Klartext: Das „Lückebüesserli“ (im Muribad) im Vergleich mit dem eben eröffneten Cinedome auf dem Gümligenfeld. Die beiden Unternehmen sind eigentlich nicht vergleichbar, schon wegen ihrer unterschiedlichen Grössen. Die Freizeitanlage umfasst ein Gebäudevolumen von 107’300 m3, der Vorplatz des Muribadrestaurants ist mit wenigen Schritten durchquert. Ja und? Eben: David und Goliath. Während der Gümligenfeld-Totalunternehmer Implenia sicherlich über ein Heer von Juristen und Bauökonomen verfügt, betreibt der Verein „Lückebüesserli“ das adhoc-Beizli, das während drei…
Die LoNa schreibt begeistert über die neue Unterhaltungsmeile in Gümligen, das Cinedome. Kinosäle für Blockbuster, eine Bowlingbahn und oben drauf den „Hans im Glück“, ein Restaurant der neuen deutschen Hamburgerkette, in dem man sich duzt und die Burger und Fritten wohl von Hand in sich hineinstopft. Man hätte sich etwas Hochwertigeres vorstellen können. Kinosäle ohne Imax-Tontechnik und Dolby Atmos Tonsystem, welche Augen und Ohren strapazieren. Ob die angekündigten, kleineren Säle für Nischenfilme in Originalsprache, die ein anspruchvolleres Publikum anziehen, realisiert werden, ist zu hoffen. Einen Drittel der Bowlingbahn hätte man für Schachtische abzweigen müssen. Die Sportbar, in der Fussball-und Eishockeyspiele…