2. Mai 2021 Doris Schöni 0Comment

Restaurants in der Stadt Bern und in der Agglomeration sowie Landgast- und Ausflugshäuser bieten meist gute Gerichte für Mittag und Abend an.Was aber die Zwischenzeiten betrifft, so sind fast alle Lokale schäbig und fantasielos. Zur Auswahl stehen Zweifel-Chips, Zweifel-Erdnüsse, Zweifel-Haselnüsse, eingefilmte Nussgipfel oder dann einige Vorschläge aus der kleinen Karte, also Nuggets, Pommes Frites, Cervelatsalat mit oder ohne Käse, Hamburgers, „Zvieriplättli“,  Sandwiches (genannt „Eingeklemmte“), wobei letztere als Nachtessen genügen könnten. Vor allem aber stehen süsse Speisen zur Verfügung: Kuchen und Coupen, überreich mit Schlagrahm versehen.

Gekochte Eier gibt es im Kanton Bern lediglich zwei Wochen vor Ostern. Danach verschwinden sie. Warum? In französischen Bistros sind gekochte Eier mit scharfem Senf das ganze Jahr über erhältlich. Für die Zwischenzeiten wären Käseküchlein, Schinkengipfeli, Silserli mit gesalzener Butter oder Parfait und Lachs, Käse und Schinken, Minisandwiches belegt mit Rohschinken, Salami und Brie, Tässchen mit heisser Suppe, Croque Monsieur, arabisches Brot mit Hommos, usw. usw. sehr gefragt und beliebt. Mit der heutigen Technik wären diese kleinen Speisen kein Hexenwerk. Die Restaurants müssten einfach den Mut aufbringen, aus den bisherigen Schienen auszubrechen und sich nach den Wünschen ihrer Gäste zu richten, wobei natürlich eine vorherige Befragung stattfinden sollte.

Ja, warum eigentlich befragen die Restaurants nicht öfters ihre Gäste mittels Fragebögen nach ihren Gelüsten und Vorlieben? Aus Angst vor der vermeintlichen Schreibfaulheit der Gäste? Aus Angst, danach ihre Speisekarten ersetzen zu müssen?

Fragen über Fragen, Fragen, die man nicht stellen sollte … .

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