10. Juli 2020 Doris Schöni 0Comment

In einer Dokumentation über die letzten Monate des 2. Weltkrieges und die Nachkriegsjahre gab es viel Unbekanntes zu lernen. Am Ende des 2. Weltkrieges war ich 5 Jahre alt. Zur Zeit der Nürnberger Prozesse ging ich noch nicht zur Schule, während der ganzen Schulzeit kam im Geschichtsunterricht nicht eine Silbe über die Verbrechen Hitlers, den Holocaust, die Ermordung von mehr als 6 Millionen Juden, das Leiden der Zivilbevöllkerung, die Nürnberger Prozesse und die Nichtverurteilung vieler Nazi Schergen.

Die Nachkriegszeit beutelte nicht nur die deutsche Bevölkerung – die ja Hitler und seinen Kumpanen zugejubelt hatte -, sondern auch jene der ehemals besetzten Länder. Auch darüber erfuhren wir nichts. Die im 2. Weltkrieg Geborenen wuchsen in der Schweiz idyllsch auf, als ob es nie Krieg gegeben hätte. Wir ahmten die Erwachsenen nach, die „Souschwobe“ sagten, ohne das Schimpfwort  wirklich zu verstehen. Warum lehrt man nicht bereits in der Primarschule Pazifismus und Antirassismus? Es müsste ja nicht mit Worten vermittelt werden, sondern mit Geschichten, Bildern und Spielen. Meine Blogs werden nie von Lehrern und Eltern gelesen, deshalb erhalte ich keine Antworten zu Fragen des Geschichtsunterrichts und Familiendiskussionen.

 

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