Sie gehen und kommen, die Jahre. Man empfängt das sogenannt neue Jahr mit lautem Feuerwerk und spritzigem Champagner. Man feiert die neue Zahl mit der Begeisterung des Aussergewöhnlichen. Viele fassen Vorsätze. Es soll besser werden, das neue Jahr. Besser? Was heisst schon besser? Gesünder, glücklicher, erfolgreicher, lukrativer, harmonischer? Worthülsen und Binsenwahrheit.
Verändern wird sich kaum etwas. Man bewegt sich wenig und verharrt auf dem Status quo. Das Erworbene will man hartnäckig bewahren und ja nicht aufs Spiel setzen. Neue Ideen, von der Norm abweichende Projekte, halsbrecherische Gedankengänge werden vom Status quo blockiert. Man ergibt sich in die Sachzwänge. Ausbrechen aus den ausgetretenen Pfaden? Viel zu riskant. Man könnte ja das Erworbene verlieren.
Jahr für Jahr dasselbe mit einer anderen Jahreszahl. Der heutige Mensch ist ein erratischer Block ohne Kanten.