10. Dezember 2023 Doris Schöni 0Comment

Bevor er mich näher kennen lernte, wollte er mit mir kiffen gehen. Soweit kam es nicht, weil ich sterbeskrank wurde. Er wähnte mich des Todes, und alles änderte sich.

Nun spricht, das heisst, schreibt er nicht mehr vom gemeinsamen Kiffen. Er ist sich wohl bewusst geworden, dass er sich unvorsichtig verhalten hat. Abgesehen davon rauche ich nicht, also kiffe ich auch nicht mehr. Ich werde ihn bestimmt nicht daran erinnern.

Aus einem lustvollen Verhältnis wurde eine etwas mühsame Beziehung, wenn überhaupt von einer Beziehung gesprochen werden kann. 

Vier Tage bevor das leidige Jahr 2023 zu Ende geht, werde ich mich vernünftig und erwachsen darüber unterhalten müsssen,  dass es mir noch an Demenz mangelt, um nicht mehr autofahren zu können. Ich hätte derart Lust, vor den Augen  dieser psychiatrischen Praxis – warum braucht es psychiatrisches Wissen, um Demenz abzuklären? — wie in einem französischen Film – ein Auto  demolieren und ihm zum Schluss noch einen Fusstritt zu verabreichen, um die sogenannte Spezialisten, die für eine Abklärung dritten Grades einen horrenden Preis fordern, als gestört zu behandeln, da sie sich für solch einen Leerlauf fürstlich bezahlen lassen. Das ist krank. Ihre Aufgabe wäre es, Menschen durch die heutigen Unbillen zu führen, sie nicht wegen ihres Alters zur Kasse zu bitten. Das werde ich ihnen auch mitteilen. 

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