Man stelle sich vor: Da sitzen etwa acht Männer – eher ältere – und essen einen veganen grünen Brei, trinken Bier um punkt 12 Uhr mittags. Sie sind am Aufbau eines Events beschäftigt – es herrscht ein ziemliches Chaos an Materialien.
Eine alte Frau kommt daher, beladen mit schweren Büchertaschen. Keiner der Männer steht auf und hilft ihr, lediglich eine ältere Frau kommt ihr zu Hilfe.
Fazit: Es sind eher die älteren Männer, die glauben, mit der erreichten Gleichstellung [sic!] müsse mann den Frauen nicht mehr behilflich sein. Sie schlagen sich den Bauch mit grünem Brei voll und trinken mehr als ein Bier. Aufbau-Männer und eine Bücher-Frau. Der Unterschied könnte nicht grösser sein. Denn die, die bauen, lesen nicht. Respekt für die alte, bücherschleppende Frau wäre zuviel verlangt.
Es ist Punkt 12 Uhr mittags. Die mehrheitlich älteren Männer beginnen gerade mit dem Essen eines Linsen-Spinat-Currys, das einer von ihnen über dem Feuer gekocht hat. Die Temperatur im Freien beträgt fünf Grad und das Essen wird schnell kalt.
In diesem Moment erscheint unangemeldet die alte Frau mit Büchern für die ihr am Herzen liegende Freihandbibliothek. Sie ist begleitet von einem nicht so alten, kräftigen Mann. Für die dreissig Meter Transportdistanz steht ein Handwagen bereit.
Nicht alle Essenden trinken Bier und keiner trinkt mehr als ein kleines Bier. Es bleibt ein Rätsel, wieso die alte Frau den verhassten Verein nicht verlässt, in welchem sie den Vorstand als autoritär und betrügerisch und die meisten aktiven Mitglieder als primitive Untermenschen bezeichnet……Vielleicht wäre sie dann gar niemand mehr ? Respekt wäre, Kommentare zu veröffentlichen.
Unbelehrbare ältere Männer …“Es bleibt ein Rätsel, wieso die alte Frau den verhassten Verein nicht verlässt, in welchem sie den Vorstand als autoritär und betrügerisch [das ist eine Unterstellung] und die meisten aktiven Mitglieder als primitive Untermenschen bezeichnet Vielleicht wäre sie dann gar niemand mehr?“. Immerhin ist sie, die alte Frau, stark genug, um dem seit geraumer Zeit systematisch gegen sie betriebene Mobbing zu widerstehen. „Niemand mehr?“ Wer das L’b‘ benützt, um sich zu profilieren, ist ein ganz armes Würstchen. Wer keine Kritik erträgt, sollte sich auf den Altenteil zurückziehen. Da hilft auch das grüne Geschlabber bei plus 5 Grad nicht … . Übrigens: Es liegt im Trend, Handwerk zu vergolden und Buchstaben zu verachten. Es lebe der Mainstream, er war schon immer wie eine Schlange, die sich in den Schwanz beisst.