7. Dezember 2021 Doris Schöni 1Comment

Es begibt sich in der Adventszeit. Advent, eigentlich adventus Domini, bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Fest der Geburt Jesu Christi, Weihnachten, vorbereitet.

Ein achtjähriges Mädchen hat das Pech, einen Afrikaner zum leiblichen Vater zu haben. Er ist längst über alle Berge. Die Mutter, die lediglich kurze Zeit mit dem Afrikaner verheiratet war, lebt nun mit einem Schweizer zusammen, der freudig die Vaterrolle übernommen hat.

Das achtjährige Mädchen ist fröhlich, intelligent, hübsch. Wird es seine Fröhlichkeit einbüssen? Wird es derart verletzt, dass sich seine Intelligenz nicht entwickeln kann? Wird sich sein hübsches Gesicht allmählich verzerren?

Das kleine Mädchen hätte Gründe genug, um fröhlich, intelligent und hübsch zu sein. Aber plötzlich in der Adventszeit kommt es weinend aus der Schule nach Hause und möchte nicht mehr dorthin zurück. Warum, was ist geschehen?

Es wird von seinen Klassengefährten wegen seiner Hautfarbe gehänselt. Sie bombardieren es mit rassistischen Ausdrücken. Nach zeitgenössischer Terminologie wird es gemobbt. Gemobbt in der zweiten Klasse, weil es kein rosiges Gesicht hat, also in dieser Beziehung verschieden ist von den anderen.

Wer nun glaubt, die Achtjährigen seien selber auf die Idee der Andersartigkeit gekommen, irrt oder ist naiv. Die Zweitklässler plappern den Eltern ganz einfach nach. Sie wiederholen, was zu Hause gesprochen wird. Von ihren Erzeugern werden sie im zarten Alter von acht Jahren zu Rassisten geprägt.

Rassismus in der zweiten Klasse. Und es kommt keinem der Lehrer in den Sinn, die kleinen Rassisten darüber aufzuklären, dass die Hautfarbe mit dem Klima zusammenhängt. Dass sich vor Tausenden von Jahren (bereits) Völkerwanderungen ereigneten, wobei sich die einen in Afrika, die anderen in Asien oder in Europa niederliessen und sich in ebenso Tausenden von Jahren  ihr Äusseres dem jeweiligen Klima anpasste.

In einer Primarschule eines respektablen Quartiers von Bern wird zur Adventszeit ein achtjähriges Mädchen von seinen Klassenkameraden wegen seiner Hautfarbe gehänselt.

Die acharnierten Anti-Rassisten ziehen es jedoch vor, überlieferte Begriffe aus dem heutigen Vokabular zu tilgen, anstatt dem gegenwärtigen (zunehmenden?) Rassismus bereits in den Primarschulen entgegenzutreten.

Merke: „Wenn die Tatsachen nicht mit der Theorie übereinstimmen – umso schlimmer für die Tatsachen“ (Georg Friedrich Hegel [1770-1831], deutscher Philosoph).

 

One thought on “Rassismus in der zweiten Klasse …

  1. Die Ergebnisse der Dumheit,der fürcht von dem Fremden/Andrem, und auch oft der Neid ist der Hass der Anderen. Aldas was die Kinder Erziehung nicht zuhause lehrnt versucht man ihnen in der Schule beizubringen. Negatiew klassisieren solte ein Rattionallen Grund haben und nicht Gefühls Grund. Fremden Hass = Antisemitismus, sind das schlimmste respltaht der Dumheit!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert