
Der Begriff „kulturelle Aneignung“ ist in aller Munde. Er könnte das Unwort des Jahres 2022 werden. Dabei muss berücksichtigt werden, dass es in der Natur des Menschen liegt, andere nachzuäffen. Nicht nur in der Kultur, sondern auch in der Kulinarik. Bis in die fünfziger Jahre ass man in der Schweiz sehr schweizeisch. Nach diesem Zeitpunkt begann man, ins Ausland zu reisen und brachte erstmals aus Italien, Spanien, Frankreich, etc. Rezepte von Speisen mit nach Hause, die mit oder ohne Kochbuch nachgekocht wurden. Plötzlich wurde entdeckt, dass fremdes Essen hervorragend mundet, also wurden solche Gerichte in den Schweizer Wochenspeiseplan integriert. Mit…


