
Die Französin Françoise Sagan (1935-2004) löste 1954 mit ihrem als 18-Jährige publizierten Roman „Bonjour Tristesse“ einen Skandal aus. Der Roman wurde in 20 Sprachen übersetzt und der Vatikan verbannte ihn auf den Index. Die Geschichte ist in einem neuen, modernen Tonfall erzählt, Nicht nur die für jene Zeit recht freizügige Darstellung von Erotik, auch der illusionslose Blick, den die jugendliche Ich-Erzählerin auf die Liebe und die Erwachsenenwelt wirft, schockierte die Leser. Mit ihrem betont antibürgerlichen und existenzialistisch gefärbten Debütroman traf Sagan das Lebensgefühl ihrer Generation, die der grossen Absurdität des Daseins mit lässiger Melancholie, ausschweifender Genusssucht oder mit Weltekel begegnete….


