11. November 2023 Doris Schöni 0Comment

Andere Menschen  schreiben, was jede und jeder selber geschrieben hätte, es aber nicht geschrieben hat. Zum Beispiel Hilary Mantel (1952-2021): „Das frühere Leben scheint irgendwie zu existieren, doch man findet nicht zu ihm zurück“

Diese Aussage wird kommentiert im Interview mit Daniel Schreiber, in: Magazin 11.11.23:

„Dieser Satz kennzeichnet einen grundlegenden Aspekt von Trauer. Die Welt, die man kannte, gibt es nicht mehr. Der Weg zu ihr scheint verbaut. Trauern heisst immer, sich eine Realität einzugestehen, die man nicht akzeptieren möchte“.

Es gibt Lebensphasen, die einen jubeln lässt angesichts all dieser Freiheiten. Diese Erfahrungen werden jedoch zwangsläufig getrübt, man beobachtet, so frei ist dann die Freiheit doch nicht. Je nach Mentalität bestehen grosse Unterschiede zwischen Freiheit und Freiheit. Aber auch Lebensphasen der Entfremdung, der Ausschliesslichkeit, des Gefühls des „Nicht-dazu-Gehörenden“, aber auch Angst vor Menschen, die eine andere Sprache sprechen“ (im übertragenen Sinn), Wut über technische Neuerungen, Abscheu vor der vereinfachten Sprache, der ständigen Nivellierung nach unten.

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