Die Redewendung sagt dasselbe mit vielen verschiedenen Worten aus. Beispiele:
Die Redensart geht auf ein seit dem Mittelalter bezeugtes Sprichwort zurück, mit dem man sein schlechtes Verhalten entschuldigt: Man muss mit den Wölfen heulen. Sprichwort und Redensart wurden in der bisherigen Überlieferung je nach Autor entweder positiv oder negativ gebraucht. Auch heute schwankt die Bedeutung zwischen den Polen einer sinnvollen Anpassung und einem negativen Opportunismus „Wir sollen wieder normal werden, d. h. mit den Wölfen heulen, nicht aus der Reihe tanzen, im Gleichschritt marschieren. Hauptsache wir funktionieren und machen eine gute Arbeit“
Sich aus Opportunismus und wider besseres Wissen dem Reden oder Tun anderer anschließen, opportunistisch sein; sich nach der Mehrheit, dem Durchschnitt richten; sich anpassen, opportunistisch sein; sich nach der Mehtrheit, dem Durchschnitt richten, sich anpassen. Wer anders ist als die anderen, eine andere Meinung hat oder auch nur einen anderen Geschmack, hat es oft schwer. Da ist es leichter, mit den Wölfen zu heulen – selbst dann, wenn man Wolfsgeheul eigentlich nicht mag.,
Dabei geht es darum, angepasst zu sein. Also sich so zu verhalten, wie die anderen. Eigenes Denken und Handeln ist nicht gefragt. Besonders schlimm ist es, wenn dieses Verhalten auf Kosten anderer stattfindet.
Er passt sich den Rüpeln an, um nicht selbst ihr Opfer zu werden. Verhält er sich wie sie und beleidigt und bedroht andere, dann droht ihm kein Ärger von dieser überlegenen Gruppe. Entschuldigung oder Rechtfertigung für ein Handeln entsprechend einer schlechten Gesellschaft, Wer mit den Wölfen heult, ist ein Opportunist oder eine Opportunistin, ein Mitläufer oder sogar ein «Schleimer», wie die „Wirtschaftswoche“ schreibt. Sie hat verschiedene Typen von Arbeitskollegen aufgelistet und attestiert dem «Schleimer», die Meinung zu wechseln, sobald der Gesprächspartner das tut und jedem Komplimente zu machen, der ihm nützlich sein könnte. Der Duden definiert ihn etwas neutraler als «Person, die sich aus Nützlichkeitserwägungen schnell und bedenkenlos der jeweils gegebenen Lage anpasst».
In der heutigen Zeit ist es viel weniger verpönt als noch vor 40 Jahren, hinter diesem Sprichwort zu stehen. Ist es nicht erstaunlich, dass es liebenswerte und engagierte Menschen gibt, die weniger gebildeten und ausgebildeten Personen nach dem Mund sprechen, um deren Gunst – das heisst, der Gunst der durchschnittlichen Mehrheit – zu gewinnen? Fehlt ihnen nicht Mut, Selbstbewusstsein und Achtung vor sich selber?