29. November 2022 Doris Schöni 0Comment

Vor knapp sieben Millionen Jahren begann in Afrika die Erfolgsgeschichte des Menschen. Mit vielen, vielen Zwischenstufen wurde daraus der heutige Mensch. Charles Darwin (1809-1882) vertrat in seiner Evolutionstheorie die These, dass Mensch und Affe gemeinsame Vorfahren besitzen, dass sie sich in vielen Dingen ähneln, dass der Mensch sich in Afrika entwickelt hat.

Der Unterschied zwischen Mensch und Tier sei nur graduell, nicht grundsätzlich, schreibt Charles Darwin. Dennoch verliere der Mensch dadurch nicht die Sonderstellung in der Natur: Für Darwin ist der Mensch „das dominanteste Tier, das je auf der Erde erschienen ist“. Er verfüge über gesteigerte geistige Fähigkeiten, eine verbale Sprache und Moralfähigkeit. Darwin vermutet, dass sich der Mensch über einen langen Zeitraum entwickelt hat und nicht beim Schöpfungsakt im Paradies entstanden ist.

Auf Facebook wird tagtäglich die Geschichte und die Geschichten einer indonesischen Familie erzählt, die mehrere Schimpansen, vor allem jugendlichen Alters, aufgenommen hat und weiter aufnimmt. Die Familienmitglieder, hauptsächlich die Frauen, kümmern sich um die Äffchen, als wären sie ihre Kinder. Sie tragen Windeln, neckische Röckchen und selbst Schuluniformen, eine Riesenauswahl an Mädchen- und Knabenkleidern ist vorhanden, sie werden täglich gebadet, erhalten Schoppen, Früchte, Gemüse und Reis. Sie werden regelrecht erzogen, führen Befehle aus und man spielt mit ihnen.

Schimpansen sind die nächsten lebenden Verwandten des Menschen. Die jungen Äffchen haben ein sehr ähnliches Verhalten wie kleine Kinder. Sie lutschen am Daumen, sind traurig, überdreht, protestieren, streiten, trinken Milch aus der Flasche, saugen an Schnullern, wehren sich, lassen sich wiegen, trotzen und küssen. Der einzig grosse Unterschied ist ihre Beweglichkeit, ihre Körperbeherrschung, ihre Sportlichkeit, ihre Behendigkeit. Die jungen Menschen hingegen sind unsicher auf den Beinen, sind tolpatschig, tapsig und plump. In dieser Beziehung hat der Mensch gegenüber dem Schimpansen Einbussen erlitten. Und noch ein Unterschied: sie kümmern sich rührend und intensiv um ihre jüngeren Geschwister, tragen sie herum, streicheln und … lausen sie.

Dumme Bemerkung: sollten wir, wie angekündet, Wasser sparen müssen und, wenn schon, nur „kurz“ duschen dürfen, müssten die Schimpansen den Menschen das Lausen lehren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert