Lerche und Eule: Sie treffen an wenigen Tagen im Sommer zur blauen Stunde aufeinander, also in der Zeit kurz vor Sonnenaufgang bzw. kurz nach Sonnenuntergang.
Die Lerche ist das Symbol des Tagesbeginns, Eulen sind in der christlichen Symbolik das Zeichen für die Mächte der Finsternis. Man könnte auch von Tag und Nacht sprechern. Wir verbringen unser Leben im Rhythmus von Tag und Nacht: Morgens wird es hell, wir stehen auf. Tagsüber gehen wir zur Schule oder arbeiten, treffen uns mit Freunden, treiben Sport. Abends wird es dunkel, wir gehen ins Bett, und in der Nacht schlafen wir. Tag für Tag, Nacht für Nacht. Frühaufsteher werden Lerchen, Spätzubettgeher Eulen genannt. Nach dem Schlafforscher Albrecht Vorster (Bern) ist die Zugehörigkeit zu Lerche oder Eule genetisch bedingt. Eine Lerche bleibt ein Leben lang eine Lerche, eine Eule ebenfalls, allerdings verändert sich mit dem Alter eine Eule eher in eine Lerche als umgekehrt.
In einer Morgendämmerung Ende Juli kollidieren Lerche und Eule beinahe, beide voller Freude, die Lerche über den sich anbahnenden Morgen, die Eule im Begriff, die Nacht heil überstanxen zu haben. Sie lassen sich auf einer Dattelpalme nieder, um sich zu auszutauschen. Der körperliche Unterschied zwischen den beiden ist beträchtlich, die Lerche misst zwischen 11 und 23 cm und erreicht ein Gewicht zwischen 11 und 53 Gramm. Die Eule hingegen ist zwischen 11 und 84 cm gross und wiegt 340 g bis 3 kg. Trotz ihres Grössen- und Gewichtsunterschiedes sind sie sich freundschaftlich zugetan.
„Wie gehts, wie stehts“, heisst die Lerche die Eule willkommen. „die Sonne und ich grüssen dich“ antwortet die Eule. Und: „du kommst, ich, gehe“. Die Lerche spreizt voller Lebendigkeit ihr Gefieder:; „Ja, mein Tag beginnnt“. Die Eule gähnt: „Zeit sich schlafen zu legen“. „War die Nacht ruhig?“ erkundigt sich die Lerche. „Huch“, nein, katastroph6al“, ruft die Eule. „Die Marder, diese Hooligans, stritten mit den Füchsen“, „um was“, wundert sich die Lerche. „Um eine Sonnenblume. Die Marder waren gierig auf deren Kerne, die Füchse begehrte sie zur Dekoration in ihrem Bau“, lacht die Eule. „Wer obsiegte?“ fragt die Lerche. „Keiner“, prustet die Eule, „im Kampf gab es einen lachenden Dritten, das Eichhörnchen. Es war, Und wie man heute so schön sagt, fokussierter“. Die Lerche kichert. Kichert, bis zur Atemnot.
Die Eule hebt ihr Gefieder: „jetzt muss ich mich aber sputen“, sagt sie, „der Schlaf ruft“. „Jaja, geh nur“, beeilt sich die Lerche, hinterher zu rufen, „du brauchst deine Ruhe“. Und: „Tschüssli“. Die Lerche bemüht sich so zu sprechen, wie ihr der Schnabel gewachsen ist.
nd ihr Gewicht beträgt zwischen 250 g und 3 kg.