Die grundsätzliche Frage ist: beabsichtigt der Mensch, künstliche Intelligenz als Hilfsmittel zu benützen oder seine Denkfähigkeit abzuschaffen?
Die künstliche Intelligenz ist als Begriff für die heutige Zeit uralt, man pröbelete damit schon seit den 50iger Jahren des letzten Jahrhunderts. Das Ziel der Perfektionierung der künstlichen Intelligenz ist es, den Menschen intellektuell zu übertreffen, ihn sozusagen überflüssig zu machen. Noch ist es nicht in allen Gebieten so weit, aber … seitdem die Universität Zürich den neuen Text Generator Chatbot GPT (entwickelt von der Firma Open AI, einem Forschungsunternehmen zur künstlichen Intelligenz in San Francisco) entdeckt hat, prüft zum Beispiel die Universität Bern derzeit Strategien, um Leistungskontrollen entgegenzutreten, die von künstlicher Intelligenz generiert werden (s. Sonntagszeitung, 15. Januar 2023).
Bei einem Chatbot handelt es sich um eine Anwendung, die künstliche Intelliegenz benutzt, um sich mit Menschen in natürlicher Sprache zu unterihalten. Die künstliche Intelligenz wurde mit einem riesigen Textkorpus und Daten aus dem Internet gefüttert. Schon heute ist der Chatbot imstande, Hausaufgaben , Referate und Seminararbeiten zu schreiben. Plagiate sind das nicht, denn die künstliche Intelligenz erstellt neue Texte. Dies sei eine neue Art des Ghostwritings, erklärte ein Sprecher der ETH Zürich (s.Sonntagszeitung, 15. Januar 2023).. Diese „neue Art“ ersetzt eine Menge von Berufstätigen, so können Konzerne viel Geld sparen. Maschinen statt Menschen? Die Maschinen lernen dauernd dazu, während der Geist vieler Menschen stagniert.
Ist es nicht irgendwie pervers, dass der Mensch Erfindungen realisiert, die den Menschen überflüssig machen? Wobei die Erfahrung lehrt, dass digitale Lösungen nicht etwa einfacher, sondern komplizierter werden. Das ist ja das Enttäuschende an der computerisierten Welt. Und wer mit einem armen Vokabular ausgestattet ist, kommt ja nicht zu den entsprechenden Informationen.
Im Übrigen ist es fraglich, ob der Chatbot imstande sein wird, Assoziationen zu generieren … .