7. Juni 2022 Doris Schöni 0Comment

Der Begriff „Kabale“ wurde bereits im 16. Jahrhundert verwendet. Er bedeutet: Intrige, hinterhältiger Anschlag, Machination, Komplott, List, Ränkespiel, Intrige, abgekartete Sache.

Die Bundesanwaltschaft eröffnete vor fast sieben Jahren ein Strafverfahren gegen den damaligen Fifa-Präsidenten Joseph Blatter (86). Er soll 2011 die Auszahlung von zwei Millionen Franken an Uefa-Präsident Michel Platini (66) angeordnet haben – ohne dass es dafür eine Rechtfertigung gab. Ab dem 8. Juni müssen sich Ex-Funktionär Blatter und der ehemals weltbeste Fussballer Platini deswegen vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona verantworten. Die Anklage lautet auf Betrug, Blatter könnte sich der ungetreuen Geschäftsführung schuldig gemacht haben, es sei zu Urkundenfälschung und allenfalls Veruntreuung gekommen.

Von Olivier Thormann (51), der heute selbst Bundesstrafrichter ist, 2015 aber noch Leiter der Sektion Wirtschaftskriminalität bei der Bundesanwaltschaft war, von ihm erhoffen sich die Beschuldigten eine Antwort auf die vielleicht brisanteste Frage des Prozesses: Wie hat die Bundesanwaltschaft überhaupt von der Zahlung erfahren?

Für so manchen ist klar: Der heutige Fifa-Präsident Gianni Infantino (52) oder zumindest sein Umfeld habe die Bundesanwaltschaft über die Zahlung informiert. Dies mit dem Ziel, Plattini, der damals für Blatters Nachfolge an der FIFA-Spitze kandidierte, aus dem Weg zu räumen, um selbst FIFA-Präsident zu werden.

Nicht nur Fussball im Allgemeinen, sondern auch die FIFA-Funkionäre im Besonderen glänzen nicht gerade durch Fairplay. Anstatt als Vorbild für die Jugend zu gelten, sollte man dieser Disziplin den Sportstatus aberkennen.

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