… muntert mich mein Cousin David aus Haifa auf. Das sind die richtigen Worte. Er ist kaum jünger als ich, aber mit grossem Humor gesegnet. So ist es ihm s’egal, „wie lange und welches Alter ich erreiche, aber Mental nicht beschädigt bin, die Schmerzen hoffe ich mit hilffe von Morfium zu beruhigen, und so lange ich keinem zu last Falle mache ich alles mit. Was nach meinem Tod geschehen wird ist mir auch ganz egal das Schild am Friedhof ist bereitet und 300$ bei Seite gelegt alle meiner Freunde für die Gedächtnis Feier in einer Kneipe mich mit Alkohol in die Hölle Schwimen geschikt werde“. (David schreibt phonetisch Deutsch).
Und was müssen wir im Leben noch schaffen? David und seine Frau Ziona gehören zu jenen Israelis, die seit Monaten gegen das Regime von Netanjahu demonstrieren. Er demonstriert gegen Korruption, entmachtete Gerichte, für Gerechtigkeit, Menschenrechte, Meinungsfreiheit und ein Zweistaatenland (Israel und Palästina = ein Staat). Er hat einen handfesten Gegner, gegen den er noch etwas schaffen muss.
Im Land Schweiz sind die Gegner durchsichtig und vage. Nicht eine Person ist bedrohlich, sondern eine sogenannte Dominanz-Gesellschaft. Gewisse Individuen werden von ihr überrollt, in einen Strudel gerissen, mit Unwissen und falschen Schlüssen indoktriniert und der Lächerlichkeijt preisgegeben. Die Toleranz anderen gegenüber hat abgenommen. Man denke nur an die homophoben Vorkommnisse in der Stadt Bern in dern letzten Tagen. Es ist irgendwie nicht zu fassen: Auf der einen Seite herrscht eine fast hysterische Empfindlichkeit, auf der anderen Seite jedoch reagieren unverständliche Aggressionen gegen andere Hauttönungen, andere Lebensauffassungen und geschlechtliche Identität. Wenn es um Wissen und Bildung geht, bleibt der Mensch gelassen und gleichgültig, wehe aber man hat krauses Haar.
Ja, es gibt noch einiges zu schaffen … .