25. November 2020 Doris Schöni 0Comment

Auf RTL2 wird ein Projekt gezeigt, das an vielen Abenden gesendet wird. Es handelt sich um die Geschichten von Hartz IV-Empfängern. Wenn sie ein Dach über dem Kopf haben, werden ihnen Plattenbau-Wohnungen in den schlechtesten Vierteln von Städten besorgt. Neben den vom sogenannten Job-Center bezahlten Rechnungen für Miete, Strom und Heizung sowie Krankenkassenbeiträgen bleiben den Singles, alleinerziehenden Müttern, Familien mit selbst 13 Kindern einige hundert Euros pro Monat zum alltäglichen Leben.

Unter den vom Staat abhängigen Empfängern gibt es welche, die „zwar gerne arbeiten würden, aber keinen Bock auf Arbeit haben“, andere haben grosse Schwierigkeiten, einen Job zu finden, da sie keinen Schulabschluss vorzeigen können. Bei den Hartz IV-Bezügern geht es immer ums Geld, das an allen Ecken und Enden fehlt. Am Schlimmsten leiden die Kinder unter der finanziellen Lage der Mutter und des Vaters, obwohl sie auf vieles verzichten, das andere Kinder und Jugendliche ihres Alters erwerben können und besitzen.

Es besteht offenbar eine grosse Solidarität bei den Hartz IV-Bezügern in den Problem-Quartieren. Sie helfen einander und stehen sich bei, wenn Schwierigkeiten auftauchen. Es ist sonderbar, dass viele ihrer Eigenschaften ähnlich sind. Beispiele:

  • Fast alle rauchen.
  • Fast alle trinken Bier.
  • Fast alle besitzen ein Handy.
  • Fast alle, vor allem jüngere, besitzen einen Laptop.
  • Fast alle haben einen topmodernen Fernseher.
  • Fast allen, vor allem den älteren, fehlen Zähne.
  • Fast alle sind übergewichtig, vor allem die Frauen.
  • Fast alle Frauen haben mit knapp über 20 mehrere Kinder.
  • Fast alle sprechen ein stark vom Dialekt gefärbtes Hochdeutsch.
  • Die meisten stammen aus einem ebensolchen Milieu.
  • Fast alle verfehlen den Hauptschulabschluss.
  • Fast niemand beginnt oder beendet eine Ausbildung.
  • Alle Eltern oder Mütter wünschen für ihre Kinder ein besseres Leben.

Hoffnungslos. Hoffnungslos. Die Sendungen tragen den Untertitel: „Armes Deutschland“. Wie wahr.

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