Das Mettlenquartier in Muri ist beliebt als „Spielwiese“ für Autofahrlehrlinge und sie zurecht weisende Fahrlehrer. Da plagte sich einer der Schüler beim Parkieren, man lachte sich ins Fäustchen und hob den Blick. Und was las man auf Schild, das auf dem Autodach angebracht war? „Fahrschulerei“. Fahrschulerei? Auf Google gibt es dieses neudeutsche(?) Wort nicht.
Frage: Ist eine Fahrschulerei mehr als eine Fahrschule? Die Endung „erei“ hat doch oft eine negative Konnotation, Beispiele: Vereinsmeierei, Schweinerei, Stänkerei, Streiterei, Neiderei, Lügerei, Raserei, Fragerei, Gaunerei, Keiferei, Petzerei, Sauferei, Zankerei, etc. Also warum den Begriff „Fahrschule“ verhunzen? Wenn die Endung „erei“ Schule machen sollte, dann wird man demnächst lesen: Restauranterei, Coiffeurerei, Bijouterieerei, Lebensmittelerei, Bankerei, Apothekerei, Buchhandlungerei, Schnell-Imbisserei, etc.
Fazit: Sprachen ändern sich. Aber doch nicht so … .