Sprachlich kolonialisiert Englisch bald die ganze Welt. Die Fechtsprache ist offiziell Französisch. Nachdem ein russischer Oligarch und nun ein Grieche den Internationalen Fechtverband leitete und leitet. wurde diese Regelung stillschweigend abgeschafft.
Der Name eines der wichtigsten Degenturniere wurde englisch. Der Kommunikator von Halbfinal und Final sprach Englisch. Der Präsident dieser Degenveranstaltung beklagt sich über den Internationalen Fechtverband (International Fencing Federation, vorher: Fédération Internationale d’Escrime), der die Kommunikationssprache geändert hat. Es ist ja ein Trend, auch in den Schulen, die französische Sprache als schwierig zu bezeichnen, Englisch wird als einfacher schöngeredet. Dass ein reiches und korrektes Englisch ebenso schwierig ist, scheint jenen, deren englische Kenntnisse von Computer, Business-und der Unterhaltungsmusik stammen, nicht klar zu sein.
Es ist sonderbar, dass in einer Zeit, in der die deutschen Fechter sehr erfolgreich waren, versucht wurde, Deutsch als Fechtsprache einzuführen. Warum nur wird Französisch derart verpönt? Es liegt wohl nicht nur an der behaupteten Schwierigkeit, es zu lernen. Unterschwellig geht es gegen Kultur und Intellektuelle, in der heutigen, materialistischen Welt vergöttert der Mainstream Business und Digitalisierung, mit dem Schöngeistigen lässt sich ja kein Geld verdienen.
Im Übrigen vermisst „man“ im heutigen Fechtbetrieb die Leichtigkeit, die früher an Turnieren geherrscht hatte. Die Abläufe sind nun geregelt, die Juges (Schiedsrichter) müssen einheitlich gekleidet sein und dürfen nur dieselben Sätze benützen. Auf der anderen Seite gibt man sich modern, die Fechter erscheinen in einer Rauchwolke und laute Bum-Bum-Musik schallt bei Pausen ins Publikum. Der heutige Mensch erträgt die Stille offensichtlich nicht mehr. Handy und Musik schützen vor Kommunikationslosigkeit. Wie lange es wohl dauern wird, bis wir das Sprechen verlernt haben?
Fazit: Immer mehr Menschen benötigen Regeln und Vorschriften.