3. November 2019 Doris Schöni 0Comment

… die das Leben vergällen. Flaschen mit Reinigungsmitteln, die derart gesichert sind, dass nur arbeitsgewohnte Hände sie aufzuschrauben imstande sind. Eglifilets, die sich beim Braten krümmen. Butter, deren Verpackung an den Enden geklebt werden, so dass sie sich beim Auspacken verformt. Tetrapackungen mit Rahm, die beim Aufschneiden überschwappen. Büchsen mit einem am Deckel angebrachten Ring zum Öffnen, der entweder abbricht oder so schwer aufzureissen ist, dass er nicht aufreissbar ist. Pet-Flaschen, die unmöglich aufzuschrauben sind. Stiefeletten oder Stiefel ohne Reissverschluss, die man bestensfalls als Spitzentänzerin überziehen könnte. Alufolien, die sich nicht abreissen lassen, weil die dafür vorhandenen Kartonzähne stumpf sind. Dann die Velofahrer mit Kinderanhänger und dem obligaten Winke-Winke-Fähnchen: Bei der heute grassierenden 30 km-Beschränkung überholen sie die Autos, platzieren sich direkt vor der Motohaube und vereiteln so die Weiterfahrt der Autos. Velofahrer überhaupt. Sie beachten weder Einbahnstrassen noch Verkehrsampeln und hauen mit aller Wucht aufs Autoblech, warum auch immer. Völlig verquer sind Bussen von 200 Franken für einen aus dem Autofenster geschmissenen Zigarettenstummel, während nicht nur öffentliche Abfallkübel von Kehrichtsäcken (ohne Etiketten) belagert sind und sich die Grillabfallhaufen nach einem warmen Sommerwochende an der Aare türmen; die Scherben der mutwillig zerschlagenen Bierflaschen gefährden am Tag danach Kinderfüsse und Hundepfoten. 1 Zigarettenstummel vs. tausende von Scherben, wie ist da die Verhältnismässigkeit? Autobesitzer, die einen anbrüllen und mit der Polizei drohen, kommt man ihrem Autöli etwas zu nahe. Fussgänger mit ihrer blöden Geste zum langsamer Fahren, wenn man in Eile ist. Eier, die beim Kochen platzen, ebenso Wienerli. Brot, das noch essbar wäre, wenn man es scheiden könnte. Gesunder Salat mir vielen Schnecken. Shampooflaschen, die sich nur zur Hälfte leeren lassen. Die schlechte Perforierung von Abfallgebührenmarken. Die Prädominanz von Last- und Lieferwagen auf den Strassen. Die Besserwisser, Bessermacher. Menschen, die sich für unfehlbar halten. Die einen ständig belehren, wo der Anstand sitzt, was erlaubt und nicht erlaubt ist. Die Intriganten, Paragrafenreiter, Autoritätsgläubigen, Heuchler, Antisemiten, Rassisten, Holocaustleugner, Sektierer, Esoteriker, Umwelthysteriker, Abfalltrenner, Glas-nach-Farben-Sortierer und, damit die Liste nicht zu lang wird, die Fussballfans.

Kleine Übel, die es verunmöglichen, die grossen überhaupt ins Visier zu nehmen. Sie sind auch nicht gross, verglichen mit den kleinen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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