Es nähert sich auf leisen Sohlen. Das Gefühl des nicht mehr dazu Gehörens. Man war zwar nie ein Teil des ganzen Gebildes. Doch konnte man sich mit den Zielen identifizieren. plötzlich wird man sich jedoch bewusst, dass es nichts gibt, absolut nichts, mit dem man sich identifizien könnte.
Es bleibe dahin gestellt, wer sich verändert hat. Wohl beide Teile. Lautstark werden die jeweiligen Meinungen vertreten. Wer am lautesten spricht, wird gehört. Die Themen kommen aus einer anderen Welt. Wenn man sie als irrevelant empfindet, ist man selber schuld.
Also schweigt man und fühlt sich fremd. Und man möchte sich schütteln wie ein nasser Hund hört man einen scheinbar aus dem Gewerbe stammenden Menschen über Tricks, billiger einzukaufen debattieren. Seine Vorschläge sind derart erbärmlich. Mehr verdienen auf Kosten anderer. Ist es nicht beschämend, sich nur um die Einnahmen zu kümmern? Mehr immer mehr. Kann man sich nicht einfach bescheiden. Und froh sein, vielen Spaziergängerinnen und Spaziergängern ein Vergnügen bereitet zu haben? Muss sich immer alles materiell auswirken? Man fühlt sich als Aussenseiter. Als fremd. Es gibt nichts Verbindendes mehr.
Es war einmal eine Idee. Die Idee starb. Nun entspricht das ganze Unternehmen dem Geist des heutigen Mainstreams. Eine Verständigung ist nicht mehr möglich. Die Gesellschaft von heute ist eine brutale Ausschliesserin. Der oder die lauter Schreiende bekommt Gehör. Man ist „entwachsen“. Endgültig.
Doch du warst teil des ganzen Gebildes. Du warst viel mehr. Du hast mit ein paar anderen Frauen eine Idee gehabt, wir haben diese in vielen Gesprächen auf unseren Hundespaziergängen weiterentwickelt und schafften es diese Idee zu realisieren. Natürlich gab es Anfangsschwierigkeiten aber das ist nichts ungewöhnliches. Mit dem Erfolg ist alles gewachsen und wenn andere und mehr Menschen beteiligt sind verändert sich auch das Projekt und entwickelt sich weiter. Dass du dich im Moment nicht mehr wirklich zugehörig fühlst ist wirklich traurig, denn du warst ganz am Anfang dabei und ich wage zu behaupten, dass ohne dich, das Projekt nicht zustande gekommen wäre.