Einmal mehr Holocaust und Deutschland. ZDF Info zeigte eine Sendung über die Versuche in Deutschland, den neu aufkommenden Antisemitismus abzuwehren.
Unter der Oberfläche brodelt in Deutschland die Judenfeindlichkeit, genährt vor allem durch jahrhundere alte Vorurteile, die sich in den Familien verbreiten. „Man wird nicht als Antisemit geboren“, stellte ein Forscher fest. Und „Israelfeindlichkeit ist nichts anderes als Antisemitismus“.
Untersuchungen in Deutschland ergaben, dass fast 30 Prozent der Einwohner mit dem Begriff Holocaust nichts anzufangen wissen. Deshalb tut Aufklärung not. Wie aber ist diese Aufklärung zu gestalten in der heutigen Zeit der digitalen Medien? Die Menschen heute reagieren besonders auf „Actions“. Geschichtsgetreue Dokumentationen langweilen sie. Also werden Filme produziert, die entweder gezeichnet sind oder von Darstellern gespiegelte Geschichten (eben mit „actions“) von der Judenverfolgung und den Konzentrationslagern erzählen. Das sei eigentlich Geschichtsklitterung, monierte der Forscher, denn es widerspiegle nicht die Realität.
Jüdische Schülerinnen hingegen besuchen Gleichaltrige in anderen Schulen und erzählen über das Judentum, ihre Leben, ihre Bräuche, ihre Sorgen und Nöte. Das kommt sehr gut an. Sie beantworten Fragen und zum Schluss stellen beide Seiten fest, dass sie dieselben Freuden und Probleme haben. Ihre Jugend steht über Religionen und allfälligen Vorurteilen.
Das Fazit der Sendung? Siehe Überschrift.