„Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Er wird mit seiner Schaufel die Spreu vom Weizen trennen, den Dreschplatz aufräumen und den Weizen in die Scheune bringen; die Spreu aber wird er im ewigen Feuer verbrennen.“ (Matthäus 3, 12).
Die Redensart will zum Ausdruck bringen, dass es für den Menschen notwendig ist, zwischen gut und böse zu unterscheiden. In der heutigen Interpretation geht es aber nicht nur um gut und böse, sondern auch um Wichtiges und Unwichtiges, um Wahres und Unwahres, um Gleichgültigkeit und Empathie, Beachtung, Rücksichtnahme, Loyalität
Was jedoch Matthäus 3, 12 nicht anspricht, ist das Gewicht der Spreu. Es ist leicht, die Spreu vom Weizen zu trennen, sie einfach „im ewigen Feuer“ zu verbrennen. Die Spreu haftet, klebt, will sich partout nicht vom Weizen lösen und verunreinigt ihn. Was dann?