3. Januar 2018 Doris Schöni 0Comment

In künstlerischen Darstellungen mahnt die Sanduhr daran, dass das Leben nur kurz ist und dass der Mensch seine wie der Sand verrinnende Zeit sinnvoll nutzen sollte. Für den Psychiater Carl Gustav Jung (1875-1961) ist sie in der abendländischen Tradition ein archetypisches Symbol für die Vergänglichkeit alles Irdischen. 

Die erste (bekannte) Darstellung einer Sanduhr wurde von Ambrogio Lorenzetti 1338 im Rathaus von Siena geschaffen. Als Sinnbild der Vergänglichkeit (Vanitas-Symbol) fand die Sanduhr im 16. Jahrhundert grosse Verbreitung. Bedeutend sind die Totentanz-Holzschnitte von Hans Holbein dem Jüngeren (1497-1543).

 

 

 

Bildergebnis für sanduhr bilder
Der Sand rinnt lautlos von oben nach unten. Unähnlich gewisser Wand- und Standuhren, deren Zeiger unerbittlich mit jedem Tick-Tack vorrücken, wobei das Tack daran erinnert, dass die Zeit abläuft, verrinnen bei der Sanduhr die Stunden stumm.
Bis zum vierzigsten Alterjahr dient die Sanduhr bestensfalls zum Eierkochen. Ab dem Siebzigsten wird einem bewusst, dass im oberen Teil des mittelalterlichen Zeitmessgeräts nur noch wenig Sand verbleibt. Panik oder Gelassenheit?

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