6. November 2020 Doris Schöni 0Comment

Wenn ein mit viel Begeisterung und Herzblut verfolgtes Projekt in einen Verein mündet, verblassen Begeisterung und Herzblut rapide. Vereinsstrukturen, Pflichtenverteilung und Statuten führen zu künstlichen Hierarchien, die Spontaneität, Kreativität und Eigenitiativen blockieren.

Wird ein Verein gegründet, unterliegt dieser dann zwingend dem Vereinsrecht? Braucht es unbedingt starre Strukturen, einen Vorstand, in dem deren Mitglieder über den gesamten Verein bestimmen? Warum können nicht alle, die – im Prinzip ehrenhalber – für den Verein arbeiten, ihre Visionen und Positionen vertreten?

Wohl finden spärliche Versammlungen aller Vereins-Mitarbeitenden statt. Doch diese haben lediglich eingeschränkte Befugnisse. Sie stossen gegen Entscheide, die bereits vom Vereinsvorstand getroffen worden sind. Weshalb es in einem Verein zwei Klassen von Mitwirkenden gibt, ist nicht nachvollziehbar. Wenn Spontaneität, Kreativität und Eigeninitiativen zum Voraus vom Veto des Vereinsvorstand abgeschmettert werden, versiegen Begeisterung und Herzblut, so dass aus einem ideellen Verein ein materieller entsteht.

Menschen, die ohne Regeln und Strukturen nicht leben können, die sich vor Fantasie und Innovationen fürchten, benötigen Edikte, Leitlinien und Reglemente. In der heutigen Welt, in der – zumindest in „zivilisierten“ Ländern – alles reglementiert, abgesichert, genormt, vorgeschrieben, etc. wird, besteht wenig Platz für Freiräume. Begeisterung und Herzblut werden systematisch demotiviert.

N.B. Dies ist lediglich ein Denkanstoss, kein Querulantentum..

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