16. März 2022 Doris Schöni 0Comment

In der RTL 2-TV-Sendung „Armes Deutschland, deine Kinder“ wird geschildert, wie die Kinder von Hartz 4-Empfängern und vor allem -Empfängerinnen in Heimen zwangsuntergebracht werden. Einer der Hauptgründe ist die fehlende Sauberkeit Zuhause. Ganz im Sinn: wenn arm, dann wenigstens sauber.

Der grösste Teil der Hartz 4-Empfänger ist ohne schulischen Abschluss, ihre Entlöhnung bei allfälliger Arbeit ist sehr tief, so dass es sich sehr oft nicht lohnt, arbeiten zu gehen. Allein erziehende Mütter mit bestenfalls auxiliaren Tätigkeiten bleiben mit verschieden altrigen Kindern Zuhause. Armut wird nicht genetisch übertragen, trotzdem gelingt es vielen Kindern nicht, sich aus der Armut zu befreien. Sie wachsen auf ohne Bücher, ohne die in den heutigen Schulen unvermeidlichen Laptops, sind also zur Unbildng verdammt und hinken den anderen, weniger armen Kindern, hinterher. In den Hartz 4-Familien kommen die Worte Gymnasium und Abitur nicht zur Sprache.

Das Deutsche Jugendamt ist berechtigt, wenn es das Kindeswohl gefährdet sieht, die Kinder oder die Jugendlichen in Obhut zu nehmen. Eines der Kriterien der Gefährdung ist eine nicht saubere Behausung. Ohne Hartz 4-Bezüge besteht keine Gefährdung des Kindeswohls, auch wenn Zuhause ein Chaos herrscht. Viele Hartz 4-Familien sind haustierfreundlich, so ist es nicht erstaunlich, wenn Hunde und Katzen und andere Tiere Schmutz und Staub verursachen. Dass dadurch das Kindeswohl in Gefahr sein sollte, ist ein völliger Blödsinn und eine zusätzliche Schikane für die meist ohnehin gebeutelten Personen, deren Hauptbeschäftigung meistens darin besteht, ihr Geld einzuteilen und oft auf die skurrilsten Ideen kommen, sich ein Zubrot zu verdienen, zum Beispiel wie jenes junge Paar, das die getragenen Socken der Frau über Internet verkauft, wobei der Verkauf sehr erfolgreich ist. Kinder in nicht tadellos geputzten Wohnungen werden in Obhut genommen, Käufer solcher dreckigen Socken werden nicht behelligt.

Irgend etwas stimmt da nicht, aber was? .

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