Nicht alle sterben als Idioten. Allerdings vernachlässigen viele alte Leute ihren Geist. Wenn sie alt sind, bauen sie ihren Intellekt ab, um keine Konflikte zu verursachen oder Konflikte zu erleiden. Sie werden demütig und konziliant, fast als wollten sie sich dafür entschuldigen, noch zu leben.
Sollten sie in Alterseinrichtungen geraten, so verlieren sie schnell ihre Unabhängigkeit und Selbstbestimmung, wird ihnen doch das meiste abgenommen, von den Pflegenden abgenommen. Ob es sich bei all dieser Hilfe um eine Marketing-Strategie oder um ein wichtiges Kapitel in ihrer Ausbildung handelt, sei dahingestellt.
Die Fachstelle für Altersfragen der Gemeinde Muri b. Bern veröffentlichte eine „Berichterstattung 2018-2020“. Auf keiner des 22 Seiten umfassenden Berichts ist die geistige Unterstützung, der Erhalt von Wissen und Können, die Förderung des Gehirns der alten Menschen ein Thema. Unter „Lebensqualität“ steht: „Erhalt von Lebensqualität. Lebensqualität kann nicht klar definiert werden, weil es sich einerseits um einen subjektive Einschätzung handelt und anderseits vom Lebensalter und den damit verbundenen Umständen geprägt ist. Die Gesundheitsförderung Schweiz1 beschreibt in ihrem Bericht die Themen Bewegung, Sturzprävention, Ernährung und psychische Gesundheit als die grundlegenden Pfeiler für ein Altern mit hoher Lebensqualität (z. Bsp. Bewegungsförderungsprogramm Bewegte Gemeinde)“. Dass Themen wie Bewegung, Sturzprävention, Ernährung und psychische Gesundheit als die grundlegenden Pfeiler für ein Altern mit hoher Lebensqualität gelten, beweisen, dass geistige und intellektuelle „Bewegung“ nicht vorgesehen ist.
Auch der Seniorenrat, der bei der Alterspolitik mitmischt, hat andere Prioritäten als die geistige „Gesundheit“ der Senioren: .In der Erfüllung seiner Aufgaben behandelt der Seniorenrat
Fragen von bedeutender, alterspolitischer Relevanz, insbesondere zu den Themen:
Vorbereitung auf das Alter
Soziale Kontakte, Aktivitäten, Engagement und Mitwirkung in der Gesellschaft
Persönliche Sicherheit sowie Sicherheit im öffentlichen Raum
Gesundheit, Pflege und Betreuung
Wohnen
Mobilität, Verkehr und Infrastruktur
Information, Kommunikation und Beratung
Migration und Alter
Spiritualität, Sterben und Tod.
Abgesehen davon hat er in der Gemeinde zehn Sitzbänke realisiert. Sarkastisch: Hätten die alten Menschen, für welche die Bänke ja aufgestellt wurden, das Denken nicht verlernt, gäben ihnen die Bänke die Gelegenheit dazu.