Ojeoje: YB verlor den Cupfinal. Trotzdem habe es keine Ausschreitungen gegeben, meldete die Polizei. Lediglich öffentliches Urinieren und etwas Sprayereien. Getrennt geführte Fanmärsche haben Konfrontationen zwischen den beiden Parteien verhindert. Toll.
Der bedauernwerte Liverpool-Goalie Loris Karius erhält nach seiner mässigen Leistung im Champions-League-Final Morddrohungen. Dabei hat er dermassen geweint und sich geschämt. Was für eine Art Mensch will ihn töten? Was geht in einem menschlichen Gehirn vor, das einen Goalie, der einen schlechten Tag erwischt hatte, aber nicht allein schuldig ist am verlorenen Champions-Leage-Titel, umbringen will? Sollte Sport nicht eigentlich Spiel sein? Ist die Fussballwelt so krank, dass eine Niederlage durch einen Mord bestraft werden muss? Identifizieren sich die Fans mit ihren Fussball“göttern“ derart, dass sie eine Niederlage „ihres“ Klubs als persönliche Niederlage, als narzistische Kränkung erfahren? Ist ihnen bewusst, dass sie aus zweiter Hand leben?
Urinieren und Töten … . Welche Welt!