1. April 2023 Doris Schöni 0Comment

 Berufliche Rückschläge überwindet man hin und wieder im Laufe des Lebens. Dank des Stehaufmännchen-Gens.

Eines Tages fehlt die Kraft oder die Motivation oder die Angst vor erneutem Versagen, so versucht man nicht mehr aufzustehen. Resignation macht sich breit. Nun ist man soweit, wie alle unkten. Früher freute man sich über das weisse Haus in der Abendsonne. Früher …, vorher … .

Das überlegen sich jene, die einen grundlos entlassen, nicht, und sollten sie sich dessen gewahr werden, ist es ihnen völlig egal. Hauptsache: sie haben ihre Schäfchen im Trockenen, stimmt die Tätigkeit für sie und ihre Nächsten, und das ohne Rücksicht auf die Stehnichtmehrauffrauchen, das heisst auf die Resignierten, die liegen bleiben. 

Ist es pure Geltungssucht, wenn man ab und zu einige Lobesworte erhofft? Ist „geiziges“ Lob eine Schweizer Unart? Bereits in der Jugend hiess es „das ist recht, aber du solltest es noch besser machen“. Nie kam ein spontanes „bravo“. Trotz Lob – natürlich nicht aus der Chefetage – wird man entlassen. Mir nichts, dir nichts. 

Einmal zu viel.

Das weisse Haus ist verglüht.

Frauchen bleibt liegen.

 

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