Man nannte ihn Mouche, dieser Übername ging auf „Scaramouche“ zurück. Dieser Name hat aber mit der folgenden Erzählung keine besondere Bewandtnis. Also, Mouche erbte von einer Grosstante den Papageien Coco. Er richtete die Wohnung für die Bedürfnisse des Vogels ein ohne auf das Gezeter seiner Ehefrau über den Schmutz, den dieses Tier verursachen werde, zu achten. Laut und deutlich endete sie: „Du wirst den Dreck von Coco beseitigen“. Diesen Schusssatz verinnerlichte Mouche.
Coco hielt Einzug bei Mouche und dessen Gattin. Nach anfänglicher Scheu wurde er wohl auch wegen der leckeren Früchte, mit denen ihn Mouche fütterte, sehr zutraulich und plapperte den Tag über. Es zeigte sich, dass er über viele Talente verfügte, vor allem über das Imitieren von Geräuschen. Wenn Mouche den Boden unter dem Käfiig staubsaugte, wie es ihm seine Angetraute befohlen hatte, pflegte er tief zu seufzen. Coco ahmte den tiefen Seufzer nach, bevor der Staubsauger am Strom hing. Es gelang ihm auch, das Lachen von Mouches Frau akkurat zu imitieren, was ihr masslos auf die Nerven ging, so perfekt tönte es. Langsam gewöhnte sich Coco – besonders im Sommer bei geöffneten Fenstern – an, das Läuten der Telefone der Umgebung nachzuahmen. Das bedeutete, dass Nachbaren unzählige Male am Tag zum Telefon rannten, dieses aber stumm blieb. Zu Recht beschuldigten die Nachbaren Coco dieser Untaten.
Der Papagei war ein leidenschaftlicher Fussballfan. Er verfehlte keine Fussball-Fernsehübertragung. Eine weitere Gabe des Vogels offenbarte sich. Coco pfiff bei Goals einige Sekunden vor dem Schiedsrichter.
Cocos Tod war tragisch. Er flog durch die Wohnung und spazierte auf dem Boden. Eines Tages zertrat ihn Mouches Ehegattin – ohne Absicht.