Die lateinische Sentenz homo homini lupus stammt aus der Komödie Asinaria (Eseleien) des römischen Komödiendichters Titus Maccius Plautus (ca. 254–184 v. Chr.). Jean-Paul Sartre (1905-1980) paraphrasierte Plautus‘ Satz durch „L’enfer, c’est les autres“ (Huis clos). Warum ertragen sich Menschen nicht, warum bekämpfen sie sich, warum töten sie sich? Die Blutrünstigkeit der Menschen gab es in der Antike sowie im 21. Jahrhundert. In vielen Krisenregionen der Erde geschehen schreckliche Gräuel. Was treibt Menschen dazu, ihre Mitmenschen zu quälen oder zu töten – und warum empfinden sie oft sogar Lust dabei? Psychologen der Universität Konstanz gingen dieser Frage in Feldstudien im Kongo nach….
Der 18. Mai ist mir ungewogen. Er bereitete mir Schmerz und Trauer. Am 18. Mai 1993 wurde ich beinahe zu Tode gekarrt, die Folgen des schrecklichen Autounfalls behelligen mich immer heftiger. Und weit schlimmer: am 18. Mai letzten Jahres habe ich meine Hündin verloren. Zwölf Monate danach trauere ich noch immer und bin untröstlich. Koinzidenz ist nach Wikipedia ein zeitliches und/oder räumliches Zusammenfallen von Ereignissen oder Zusammentreffen von Objekten. Wenn man von der Koinzidenz zweier oder mehrerer Ereignisse auf einen kausalen (ursächlichen) Zusammenhang schliesst, kann man damit richtig liegen oder einen Fehlschluss = Trugschluss) schlussfolgern. Diesen Fehlschluss nennt man Scheinkausalität….
Wenn das Gehen immer schwerer fällt, das Autofahren langsamer und vorsichtiger wird, immer häufiger eine Speise anbrennt, um nicht zu sagen: verkohlt und man zu all dem auch noch im Tischtennis nur noch verliert, sind diese Vorfälle ein Desaster oder einfach nur das Alter, das fort- und fortschreitet? Manchmal, aber dies ist eine Blasphemie, würde man sich ein bisschen Demenz wünschen. Die Drei-Äffchen-Strategie. Nur sein. Fröhlich und zufrieden sein, Kaum etwas mitbekommen von ausserhalb der Institution. In der Küche helfen, Stricken, Jassen und Singen, was will man mehr? Sich nicht mehr aufregen über dies und das, „ds‘ Füfi la graad…
Von einem Duell träumt man, wenn Krieg herrscht und dabei Tausende, ja im Zweiten Weltkrieg Millionen von Menschen sterben. Statt Kriegegräueln beiderseits würden zwei Personen der sich bekriegenden Länder ein Duell austragen.. Sie müssten etwa dasselbe Alter, dieselbe Grösse und dieselben Fechterfahrungen aufweisen und konnten die Waffe wählen. Es sollte nicht darum gehen, den Widersacher zu töten. Beim ersten Blutstropfen würde das Duell beendet und der Sieger hätte den Krieg gewonnen. Dass in der heutigen Zeit keiner auf die Idee kommt, eine humanere Kriegsmethode einzuführen, liegt wohl daran, dass die Welt vorwiegend von alten, toxischen Männern domniert wird, die von…
Als Olmeken, Leute aus dem „Kautschukland“, wurden von Archäologen die Träger der mesoamerikanischen La-Venta-Kultur bezeichnet. Ihre tatsächliche ethnische Zugehörigkeit ist unbekannt. Die Kultur der Olmeken ist von etwa 1500 bis um 400 v. Chr. entlang der Küste des Golfs von Mexiko nachweisbar. Nach neuesten Erkenntnissen und Ausgrabungen sind die Olmeken wesentlich älter, nämlich seit 4’000 v. Chr. dokumentiert. Der „steile Aufstieg“ der Olmeken nahm um 1’200 v. Chr. seinen Anfang. Ihre bekanntesten kulturellen Hinterlassenschaften sind mehrere Kolossalköpfe. Gegen 400 v. Chr. wurden die letzten bedeutenden olmekischen Zentren zerstört. Das Volk der Olmeken wurde wahrscheinlich schrittweise durch die jüngere aufstrebende Mayakultur…
Cet air yiddish, si doux, si lancinant Je l’ai joué sur mon violon d’enfant La mélodie qui a fait pleurer mes parents Parle d’exil, de la vie d’émigrant Il a suivi dans leur triste voyage Tous ceux chassés de pogroms en villages Qui s’enfuyaient de Varsovie, de Berlin, de Russie Pour venir vivre libre à Paris. On a tué devant le Sans-Souci L’indifférence a remplacé les cris Dans l’abondance et dans l’oubli Tout recommence. Ce très vieil air, si doux, si lancinant Je l’ai joué sur mon violon d’enfant La mélodie qui a fait pleurer mes parents Parle d’exil, de…
Der Löwenmensch vom Hohlenstein-Stadel im Lonetal ist eine 31,1 cm grosse und 35.000 bis 41.000 Jahre alte Skulptur aus Mammut-Elenbein, die einen Menschen mit dem Kopf und den Gliedmassen eines Höhlenlöwen darstellt. Die Skulptur stammt aus der jungpaläolithischen (Jungpaläolithikum, 40’000 v. Chr., beginnt etwa zeitgleich mit dem Eintreffen des Homo sapiens in Europa „Out-of-Africa“-Theorie). Kultur des Aurignacien ist die älteste archäologische Kultur des europäischen Jungpaläolithikums und zeitgleich mit der Ausbreitung des anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens) in weiten Teilen West-, Mittel- und Osteuropas.und gehört zu den ältesten Kleinkunstwerken der Menschheit. Vor fast 40.000 Jahren, zu Beginn der Jüngeren Altsteinzeit, gehörte…
Gross, mächtig, breit, muskulös, kurznackig und schaufelhändig stehen sich zwei Männer wie Bärenmanis gegenüber und versuchen, sich an die Wäsche, das heisst, die Schwingerhosen, zu gehen. Sie zerren, stossen, stellen ein Bein, fallen sich unsanft in die Arme und landen, der eine auf dem anderen auf dem Boden, nein, im Sägmehl, strampeln, das Gesicht im Sägmehl begraben, und der eine steht auf und hat gewonnen. Der Gewinner streicht etwas Sand vom Hemd des Unterlegenen, sie geben sich artig die Hand, die zahlreich erschienenen Zuschauer klatschen frenetisch. Schwingen ist im Schwang. Sein Aufschwung hat wohl einige Gründe: Die „Welt“ ist vielfältiger…
Bei Verschwörungstheorien ging und geht es meist um Antisemitismus, da die Juden seit jeher willkommene Sündenböcke darstellen. „Das mit dem Antisemitismus ist so eine Sache. Eine fortwährende, langfristig angelegte, sich im Wandel befindende, aber eben auch eine unausrottbare Sache. Man kann als politischer, hinterfragender, bewusster Bürger einer demokratischen, meinungsfreien Gesellschaft, man muss sogar auf antisemitische Tendenzen hinweisen, gesellschaftliche Entwicklungen beobachten, kommentieren und den Antisemitismus – ebenso wie den Rassismus – zu bekämpfen versuchen. Und man darf sich, während man mit all dem beschäftigt ist, nicht darüber hinwegtäuschen lassen, dass es Antisemitismus, in unterschiedlicher Form oder Quantität, immer geben wird. Dass…
Das Altersleitbild 2021-2031 der Gemeinde Muri b. Bern legt bereits im Vorwort grossen Wert auf die Gesundheitsförderung und Prävention. Es insinuiert, Alter gleich Krankheit und erwähnt mt keinem Wort, dass es in der heutigen Altersstruktur 80 plus viele gesunde, unbehinderte, unabhängige und leistungsfähige Menschen gibt. Basierend auf Definitionen der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Gesundheitsförderung Schweiz ist im Leitbild „Gesundheitsförderung und Prävention“ ein gemeinsames Verständnis für Gesundheit verankert: „Die Gesundheit jedes Menschen ist ein immer neu zu suchendes, lebensgeschichtlich geprägtes Gleichgewicht von körperlichem, geistigem und sozialem Wohlbefinden. Das Umfeld und das eigene Verhalten jedes Einzelnen im Alltag beeinflussen seine Gesundheit, wobei…
