Der ZFD-info-Sender berichtete während zweier Stunden über den Rechtsextremismus und den Ku-Klux-Klan in Amerika. Hasserfüllte weisse Fratzen (man kann sie nicht anders nennen) verbreiten Verschwörungstheorien in vielen Staaten Amerikas. Diese Menschen, die sich offen als Rassisten bezeichnen, behaupten wider alle Erkenntnisse, die weisse USA werde von dunkelhäutigen und jüdischen Kreisen bedroht; sie würden beabsichtigen, die weissen Amerikaner auszulöschen. Ein Mitglied des Ku-Klux-Klans ist überzeugt, die Konzentrationslager der Nazis seien in Wirklichkeit Ferienlager mit Bars, Restaurants, Kinos, etc. gewesen. Offensichtlich hat der weiss Gewandete nie ein Buch und nie Bilder über den Holocaust gesehen, geschweige denn eine TV-Dokumentation über dieses Thema….
Grün – besonders auf der politischen Ebene – ist populär geworden. Endlich hat die Jugend wieder einen Grund zum Protestieren und Demonstrieren. Den Anstoss dazu gab Greta Thunberg, sie kennt man inzwischen auf der ganzen Welt. Die ernste, junge Schwedin mit zwei Zöpfen, auch verächtlich «Öko-Pippi» genannt, kämpft an wichtigen Symposien für die Umwelt. Ein grosser Teil der heutigen Schweizer Jugend ist angepasst, politisch korrekt, vereint in einem riesigen Netz von Social Medias, ständig mit dem Handy beschäftigt, unentwegt darauf erpicht, jeder und jedem jede Kleinigkeit per phone mitzuteilen. Nun hat sie eine sogenannte Ikone entdeckt, um sich in der…
Pathologisches Spielen Pathologisches Spielen oder zwanghaftes Spielen, umgangssprachlich auch als Spielsucht bezeichnet, wird durch die Unfähigkeit eines Betroffenen gekennzeichnet, dem Impuls zum Glücksspiel oder Wetten zu widerstehen, auch wenn dies gravierende Folgen im persönlichen, familiären oder beruflichen Umfeld nach sich zu ziehen droht oder diese schon nach sich gezogen hat (vgl. educalingo). Es gibt aber auch eine andere Spielsucht. Es ist kein Gückspiel und keine Wette, und hat auch keine gravierende – ausser dem Zeitaufwand – Folgen. Sie, diese Frau, um die es hier geht, spielt stundenlang Schach am Computer. Oftmals bis zum Morgen. Sie spielt nicht um Geld und…
In (bernischen) Altersheimen herrschen bizarre Situationen. Beispiel: Die Tochter einer 93-jährigen Mutter mit beginnender Demenz kann die alte Dame in gewissen Altersheimen nicht unterbringen, da sie keiner Pflegestufe entspricht. Der für den Eintritt in eine Altersinstitution obligatorische Arztbericht, verfasst vom Hausarzt, der die 93-Jährige erst seit kurzem behandelt, weist sie keiner Pflegestufe zu. Pro Senectute und ein Heimleiter verweisen die Tochter auf die Spitex, die der Mutter, die nicht mehr zum Kochen und Einkaufen imstande ist, zur Hand gehen könnte. Schon seit einigen Jahren beauftragte die Tochter die öffentliche und private Spitex mit der Pflege der Mutter. Diese kam jedoch…
12.5.2019 – 16:50, tafi / SDA Schweizer Neonazis sollen sich über Facebook zu Terrorakten verabredet haben. (Symbolbild) Keystone / Archiv Schweizer Neonazis verabreden sich über Facebook zu Terrorakten. Es hat sogar ein Treffen zur konkreten Planung gegeben. Mehrere bewaffnete Schweizer Rechtsextreme haben offenbar Gewaltakte gegen Ausländer in der Schweiz geplant. Der «SonntagsBlick», der sich laut eigenen Angaben verdeckt in die Gruppe einschleuste, berichtet, dass sich der Zirkel wenige Tage nach dem Anschlag im neuseeländischen Christchurch bildete. Kern der Gruppe seien drei Männer und eine Frau im Alter zwischen Mitte 30 und 46 aus den Kantonen Bern und Basel-Stadt. Sie…
Man traut seinen Augen nicht. Siebzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs driftet Europa wieder nach rechts. Die zweite und dritte Generation nach den damaligen Augenzeugen sehnt sich nach „Führern“, Diktatoren, Autoritäten, Erhaltung der sogenannten weissen „Rasse“ (merke: Die Hautfarbe ist eine Klimafrage) sowie der christlichen Religion. Wer hat da versagt? Die Eltern, Lehrer, die Politik? Wurden die Nachkriegsgenerationen nicht aufgeklärt? Hat man einen Schleier über den Kriegsgräuel, den Holocaust, die Psychopathie des drogensüchtigen „Führers“ gelegt, um sich nicht mitschuldig fühlen zu müssen? Die NZZ am Sonntag berichtet (am 21. April) über die Rückkehr in die Politik von Marine…
Am Karfreitag vor etwa siebzig Jahren roch es in der Küche nach Spargeln und aus dem Radio tönte eine Passion von Bach. Ich war böse gewesen und wurde ins schwarze Kämmerlein verbannt. Fortan hasste ich Spargeln und liebte Bachs Passionen. Sonderbar: Nur unangenehme Kindheitserinnerungen tauchen an die Oberfläche des Bewusstseins.
mit dem Strom, aber es gibt auch Hölzer, die sich widersetzen, mit dem Strom zu schwimmen. In einer kleinen Bucht an der Aare dümpelte ein Holzstab mit je einem verdickten Ende. Er geriet in einen Sog, der ihn nach hinten trieb und von dort dtängte ihn die Kraft des Flusses abwärts. Es gelang dem Stab, aus der Strömung auszuscheren und alles begann von neuem. Sog und Kraft des Flusses, ihn zum Abwärtsschwimmen zu zwingen. Ausscheren aus der Strömung. Ein Holzstab, der sich weigerte, mit dem Strom zu schwimmen. Was ein Holzstab kann, sollten die Menschen ebenfalls können, nämlich gegen den…
Seit zwei Jahren sucht sie verzweifelt, aber erfolglos, eine Tätigkeit als Freelance Journalistin. Ihre Freunde und Bekannten lachen sie aus: „Was? Einen Job als Journalistin? In deinem Alter? Vergiss es!“ Sie ist nahe am „vergiss es.“ Das schlechte Gewissen meldet sich. Einem jungen Menschen einen Job wegnehmen? Aber: Sie sucht einen „altmodischen“ Schreibjob. Einen, den junge Leute nicht übernehmen wollen. Einen mit heute überholten Schachtelsätzen, mit Fremdwörtern, die eher aus dem französischen, denn aus dem englischen Wortschatz stammen. Einen in einer gepflegten Sprache mit Themen, welche die Jungen nicht interessieren. Zum Beispiel einen, der sich mit der Wichtigkeit der Geschichte…
Sie? Sie ist eine französischsprachige Schriftstellerin aus dem Jura. Sie ist 92-jährig. Schlank, gerader Rücken, ohne Stock und Krücken oder Rollator. Zu ihrem hellblauen Kostüm unterstreicht ein ebenso hellblauer Rollkragenpullover ihren leicht gebräunten Teint. Soviel zum Äusseren. An der „Université des Ainés“ – welch ein Glück, dass Bern (noch immer) eine französische Seniorenuniversität betreibt. Im Unterschied zur deutschsprachigen sind ihre Themen weniger medizinlastig, dafür aber eher der Literatur gewidmet – hält die 92-Jährige einen Vortrag. Sie spricht mehr als eine Stunde über die Schriftstellerei, über ihre fünf Romane und Kurzgeschichten, ihr Leben für die Literatur, in der es ihr eher…
