Es liegt im Trend, dass vermeintliche Antirassisten Begriffe wie Neger, Mohr, Kolonial, etc., die während Jahrhunderten die verschiedensten Bedeutungen aufwiesen, heute ausmerzen wollen. Sie verstehen nicht, dass diese und ähnliche Begriffe in den entsprechende Epochen nicht rassistisch waren. Dass der Name einer Zunft in Bern, die im 14. Jahrhundert gegründet wurde, rassistisch sein soll, ist ja doch der Gipfel der Geschichtsklitterung. Warum eigentlich prangern diese irrgeleiteten Puristen nicht den Begriff „Heil“ an? Petri Heil, Weidmanns Heil, Berg Heil, Ski Heil, etc. Und Heil Hitler? Der Hitlergruss, offiziell und im nationalsozialistischen Sprachgebrauch auch als Deutscher Gruss bezeichnet, war in der Zeit…
Kennen Sie das Lückebüesserli? Oder besser: Kannten Sie es? Das Outdoor-Beizli gibt es nun seit 70 Jahren. Die Gründerinnen haben mittlerweile das Zeitliche gesegnet. Wikipedia wurde unterdessen abgeschafft; sie waren darin trotzdem nicht erwähnt worden. Stellen Sie sich vor: Das Lückebüesserli im Jahr 2080 im Muribad in Muri bei Bern. Das Bad wurde geschlossen, der damaligen virenreichen Zeit entsprach es wissenschaftlich nicht mehr. In der Aare konnte man noch schwimmen, litt jedoch unter den lästigen Kangalfischen (Garra rufa, rötliche Saugbarbe oder „Doktorfische“), deren man sich kaum erwehren konnte. Einige Exemplare dieser Spezies war von einer Flight Attendant der Swiss von…
In meinem Lebenslauf wird vielleicht vermerkt werden, dass ich während zehn Jahren in den Monaten Dezember bis Februar jeden Tag eine Suppe für ungefähr 15 Personen gefertigt habe. Summa summarum wären das also 900 Suppen. Möglicherweise waren die Suppen zu scharf für einen guten Zweck, wobei sich der gute Zweck des Betriebs immer mehr zu einem merkantilen Selbstzweck entwickelte. Wohl waren die Suppen sehr preiswert, so preiswert, dass die Ausgaben die Einnahmen übertrafen. Das war meine Schuld, denn meine Suppen waren nicht einfach Suppen, verarbeitete ich doch die besten Ingredienzen: Teure exotische Gewürze, bestes Biogemüse, exquisite Bouillon-Produkte, Weisswein und meistens…
Man müsste die Natur anprangern, dass der treuste Freund des Menschen, der Hund, meistens seinen Menschen nicht überlebt. Solch ein Verlust bleibt keinem Hundebesitzer – was heisst schon Hundebesitzer, der Mensch besitzt ja den Hund nicht – erspart. Mitunter wird – von hundelosen Personen – behauptet, der Hund sei für den Menschen ein Kinderersatz. Diese Ausage stimmt nicht ganz, da die Entwicklung von Kind und Hund anders verläuft. Kinder werden selbständig, Haushunde bleiben ein Leben lang von seinem Menschen abhängig. Voraussichtlich kennt der Hund seinen Menschen besser als umgekehrt. Er passt sich seinen Gewohnheiten an, versucht selbst, dessen Gewohnheiten zu…
Münsingen wird als grosses Dorf oder kleine Stadt des Kantons Bern bezeichnet. Es verfügt über eines der ältesten Restaurants der Region, eine psychiatrische Klinik, viele grosse und kleine Läden, ein Schloss (aus dem 16. Jahrhundert) samt Museum und eine Bar mit dem schrulligen Namen „Zur gerupften Gans“. Das ist eine sehr kurze Beschreibung, denn es geht ja bei dieser Geschichte gar nicht um Münsingen. Es geht um die im Volk sehr begehrte Namensnennung. Diese entspricht einer ländlichen Gepflogenheit. „Man gibt den Namen“. Es geschah in den letzten Novembertagen, abends in der Dämmerung. „Tatort“ Coop, Münsingen. Vor mir an der Kasse…
Das Wort „Lebensqualität“ ist in aller Munde. Für Wikipedia ist Lebensqulität ein Sammelbegriff für all jene Faktoren, welche die positiven Lebensbedingungen in einer Gesellschaft für deren Mitglieder ausmachen. Üblicherweise versteht man unter der Qualität des Lebens vor allem den Grad des subjektiven Wohlbefindens einer einzelnen Person oder einer Gruppe von Menschen. Der Begriff quality of life wurde erstmals in den 1920er-Jahren von Arthur Cecil Pigou (englischer Ökonomist, 1877-1959) verwendet. Der US-Präsident Lyndon B. Johnson benutzte ihn 1964 in seinem Präsidentschaftswahlkampf. Populär wurde der Begriff erst in den 1970er-Jahren. Im deutschen Sprachraum gehörte der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt den Quellen zufolge zu…
Nach Medienberichten sind fünfzig Prozent der Schweizer Bevölkerung Impfgegner. Was besagt, dass sie sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollen. Die Frage stellt sich: Sind diese Menschen lebensmüde, masochistisch oder glauben sie an irgend eine mysteriöse Unverletzlichkeit? Ja, es gibt Leute, die arztmüde sind. Vor allem sind sie medikamentenmüde. Die Differenz zwischen Selbstkosten und Verkaufspreis ärgert sie. Die Gewinne der chemischen Industrie finden sie exorbitant. Also gehen sie zurück zu den Wurzeln. Ötzi, der Mann aus dem Eis, ist eine etwa 5300 Jahre alte Gletschermumie aus der späten Jungsteinzeit, der keine chemischen Produkte kannte. Ötzis Alter wird auf 45–46 Jahre…
Man stelle sich vor: Da sitzen etwa acht Männer – eher ältere – und essen einen veganen grünen Brei, trinken Bier um punkt 12 Uhr mittags. Sie sind am Aufbau eines Events beschäftigt – es herrscht ein ziemliches Chaos an Materialien. Eine alte Frau kommt daher, beladen mit schweren Büchertaschen. Keiner der Männer steht auf und hilft ihr, lediglich eine ältere Frau kommt ihr zu Hilfe. Fazit: Es sind eher die älteren Männer, die glauben, mit der erreichten Gleichstellung [sic!] müsse mann den Frauen nicht mehr behilflich sein. Sie schlagen sich den Bauch mit grünem Brei voll und trinken mehr…
Auf RTL2 wird ein Projekt gezeigt, das an vielen Abenden gesendet wird. Es handelt sich um die Geschichten von Hartz IV-Empfängern. Wenn sie ein Dach über dem Kopf haben, werden ihnen Plattenbau-Wohnungen in den schlechtesten Vierteln von Städten besorgt. Neben den vom sogenannten Job-Center bezahlten Rechnungen für Miete, Strom und Heizung sowie Krankenkassenbeiträgen bleiben den Singles, alleinerziehenden Müttern, Familien mit selbst 13 Kindern einige hundert Euros pro Monat zum alltäglichen Leben. Unter den vom Staat abhängigen Empfängern gibt es welche, die „zwar gerne arbeiten würden, aber keinen Bock auf Arbeit haben“, andere haben grosse Schwierigkeiten, einen Job zu finden, da…
Auf dem Chutzen (Belpberg) wirtet ein neuer Pächter, in dessen Namen ein „ic“ vorkommt. Er ist nicht mehr ganz jung, behäbig und äusserst liebenswürdig. Ein besonderes Verhältnis pflegt er zu Hunden. Er streichelt sie, bringt ihnen Wasser, das er sporadisch nachgiesst. Was ihn auszeichnet und ihn von vielen (Deutsch-) Schweizer Beizern abhebt, ist seine Grosszgigkeit. Zu einem Tee oder Kaffee reicht er eine Schale mit Schokolade-Täfelchen, Biscuit und Honig, zudem ein Schüsselchen mit Salzgebäck, das sofort wieder aufgefüllt wird, sobald es leer ist. Auch wenn man bei ihm nicht viel konsumiert, betrachtet er einen als guten Kunden und verzichtet oftmals…
