12. November 2022 Doris Schöni 0Comment

In Köln begann gestrern der Karneval und die Innenstadt war derart überfüllt, dass die Polizei die Mitbürger bat, sich nicht mehr dorthin zu begeben. Dieser Ratschlag ging ins Leere, es fanden sich immer noch mehr Feiernde im Innern der Stadt.

Die Menschen waren ausgelassen wie nie zuvor, war es doch der erste Karneval nach einer zweijährigen Corona-Pause. Verkleidet oder nicht, der Menschen Bewusstsein strebte nach Tanzen und Schunkeln, Gesängen unf Bier, Bier, Bier. Die Guggenmusiken allein schmetterten Misstöne, am Nachmittrag war die Menge trotz Gedränge noch friedlich. Abends und Nachts, wenn das Bier sauer aufstösst, wi.rd dann die eine oder andere Balgerei stattgefunden haben.

Mich wunderts, dass die Menschen ein solches Verlangen, ja Gier nach Vergnügen und Lustbarkeit haben. Sie verspüren das Bedürfnis, etwas aus sich herauszulassen, sich davon zu befreien. Den meisten Deutschen fehlt der beredte Charme der Italiener, die fordernde Begeisterung der Kubaner, der weltgewohnte Snobismus der Franzosen und die biedere Verschmitztheit der Schweizer.

So feiern sie Feste unter sich. feiern um des Feiern willen, um inne zun halten. Vielen Menschen hat Corona den Boden unter den Füssen weggerissen, auch wenn sie nicht erkankten, etwas Unheimliches, das man zu Beginn nicht in den Griff bekam und werweisste, welche Hintermänner es in Umlauf gebracht haben könnten.

Der Karneval vertreibt den Winter, der noch nicht begonnen hat. Und ausgelassen feiern die Menschen in Köln.

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