24. August 2022 Doris Schöni 0Comment

Eine Künstlerliste – allgemein üblich (und eigentlich zwingend bei Ausstellungen) liegt an der diejährigen Ausstellung „Kunsr zum Anfassen“ im Park der Musikschule Muri nicht auf.

Man taumelt den Objekten nach, die recht dünn gesät und nicht immer identifiziert sind. Der Gesamteindruck (einer nicht Kunsthistorikerin) lautet: Figürliche Objekte in der Manier des Neoklassizismus, eine Art Alberto Giacometti-Imitation (Giacometti eignete sich die schmalen Skulpturen aus der Zeit der Etrusker, 800 v. Chr. bis zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr., an), ein Teilnehmer an der Freiluftausstellung ahmte also den nachahmenden Alberto Giacometti nach. Aus den verschlissenen Polstern eines Sammelsuriums von Stühlen (Stabellen, Biedermeier, Hocker, etc.) sollen Pilze wachsen. Grobe, dunkle Holzskulpturen ähneln Batik-Hölzern oder Batik-Stempeln. Und, bevor man etwas entnervt zum Ausgang strebt, lachen einen noch konkrete Gesichter in Farbe an. Ein wenig Humor tut gut, und die Botschaft auf der Homepage des Vereins reizt zum Lachen: „Unsere Vision: Auf dem Gebiet der bildenden Kunst sind wir ein Verein, der mit unkonventionellen, kreativen, originellen und abwechslungsreichen Veranstaltungen Beachtung und Anerkennung findet; sowohl bei einer an Kunst interessierten Bevölkerung als auch in Fachkreisen und in der Presse. Kunst gemeinsam entdecken, erleben und begreifen„. Schön wäre es … .

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