Adele: Bist du in einem Verein?
Adonis: Ja, in mehreren.
Adele: Das finde ich schön. Was gefällt dir an den Vereinen?
Adonis: Die Zusammengehörigkeit. Das Teamwork. Die Regeln. Freund- und Kameradschaft. Ein Ziel – ein Team.
Adele: Das hast du schön gesagt: Ein Ziel – ein Team. Lernst du in Vereinen auch Leute kennen, die dir nicht sympathisch sind?
Adonis: Na ja, das kommt eben vor. Das Vereinsziel grenzt natürlich den Personenkreis ein. Aber manchmal, ja manchmal wundere ich mich schon über gewisse Personen.
Adele: Warum?
Adonis: Weisst du, es gibt Mitglieder, die sind von Natur aus besserwisserisch und stur. Die alles an sich reissen und dann überfordert sind. Die sich mit fremden Lorbeeren schmücken. Allerdings: Obwohl sie mit dem Mainstream schwimmen, sind sie Ausnahmen.
Adele: Was unternehmt ihr gegen sie?
Adonis: Wir lassen sie gewähren, da sie viele unangenehme Ämtchen übernehmen, die sonst keiner erledigen will.
Adele: Ihr seid schon krass tolerant.
Adonis: Na ja, tolerant … . Solche Menschen initiieren oft Zwistigkeiten mit ihren selbstherrlichen Entscheidungen. Wir enigen uns mit ihnen , lullen sie ein und führen dann das aus, was wir für richtig und wichtig halten.
Adele: Welch ein toller Verein! Welcher ist es, damit ich mich anmelden kann. Hilf mir dabei, bitte.
Adonis: Ich maile dir die Liste und kreuze an, was für dich in Frage kommt. Ich denke an einen Verein mit gastronomischem Ziel. Du kommst doch aus der Gastronomie …
Adele: Ja, nein, ich würde gerne Mitglied eines gehobeneren Vereins, möchte auf der sozialen Leiter etwas höher klettern. Deshalb brauche ich einen Verein, dessen Mitglieder reich und gebildet sind.
Adonis: Könntest du denn in einem solchen Verein bestehen? Du sprichst eine andere Sprache, verhältst dich anders und hast keine Ahnung von ihrer Mentalität …
Adele: Nun mal langsam. Du verhilfst mir zu einer Mitgliedschaft in genau einem solchen Verein. Sollte ich ihrem Niveau nicht gewachsen sein, so nivelliere ich sie eben auf meine Stufe.
Adonis: Ja, wenn du meinst.