28. Februar 2024 Doris Schöni

Soeben komme ich von einer Schokoladenorgie. Orgie: ich habe viel der süssen Pracht gegessen. Bereits am Nachmittag frass ich im Eiltempo drei wundervolle Pralinés aus der Küche des Lindenhofspitals, präsentiert zu jedem Zvieri vom Zvierimann, der aber auch als Wäschemann beschäftigt ist, aber diesen Dienst etwas vernachlässigt: Ich habe ihn schon dreimal gebeten, schmutzige Wäsche abzuholen, leider ohne Erfolg. Er schlug mir einen Tausch gegen die gewaschenen Wäsche vor, vergass ihn jedoch. Es ist angenehmer als Schoggimann unterwegs zu sein. Mein Blutzucker ist dabei wohl wieder übermassen angestiegen, so dass ich mit Insulin wieder herunter gespritzt werde. Aber vielleicht hilft…

19. Februar 2024 Doris Schöni

Swisscom Shop in Münsingen. Die Mitarbeitenden sind immer sehr hilfreich und freundlich. Die meisten sind sehr jung. Einer dieser jungen Mitarbeiter versuchte mit einer grossen Hartnäckigkeit, mir ein neues i-phone zu verkaufen, da meines „schon“ zweijährig ist. Er wiederholte emsig, was ihm eingetrichtert worden ist, einen Kunden zum Kauf eines neuen Handys zu überzeugen. Er pedigte, pries die Vorteile der neuen Handies, die man nur noch selten aufladen müsse, was doch ein grosser Gewinn bedeuten würde. Meine Argumente, mein (altes!) Handy genüge mir vollkommen, wischte er mit vielen Worten weg. Seine einstudierten Tiraden gingen mir allmählich auf die Nerven. Ich…

11. Februar 2024 Doris Schöni

  Bedeutung: Transhumanismus kommt aus dem Lateinischen trans = jenseits, über, hinaus und humanus = menschlich, ist eine Denkrichtung, welche die Grenzen menschlkicher Möglichkeiten, sei es intellektuell, physisch oder psychisch, durch den E insatz technologischer Verfahren erweitern will. Die Interessen und Werte der Menschheit werden als „Verpflichtung zum Fortschritt“ angesehen. Innerhalb des transhumanistischen Denkens gibt es eine Vielzahl von Meinungen; viele der führenden transhumanistisch Denkenden vertreten Ansichten, die ständig überarbeitet und weiterentwickelt werden[16] – dabei lassen sich Unterströmungen ausmachen, die in der Realität aber selten eindeutig voneinander abzugrenzen sind: Demokratischer Transhumanismus: Eine politische Philosophie, welche liberale Demokratie, Sozialdemokratie und Transhumanismus…

9. Februar 2024 Doris Schöni

Seitdem mir meine Blase aberkannt wurde, leide ich an entsetzlichem Durst. Ich bin immer durstig. Oftmals scheint mir, ich müsste das Mittelmeer austrinken. Ich trinke Fruchtsäfte literweise. Sie müssen immer eiskalt sein. Ich bin ein Eis-Junky. Meine Eismaschine läuft Tag und Nacht. Trotz der unendlichen vielen Süssgetränke bleibt mein Blutzuckerspiegel stabil. Mein Durst ist meist ungestill, ob ich nun Drachenfrucht- oder Guanabanasaft trinke. Auch Mineralwasser muss eiskalt sein. Obwohl ich dauerend friere, trinke ich schon hin und wieder heissen Schwarztee. Meine fehlende Blase hat ja nicht nur meine Nahrungsgewohnheiten verändert, sie hat auch das Vergnügen an Espressi vergällt. Zwar war…

4. Februar 2024 Doris Schöni

…gefährlich, sie haben nichts mehr zu verlieren. Ein aufgeschnappter Satz. Wenn sich die „alten Leute“ dessen  bewusst wären, würde viel mehr  passieren. Die Zahl der älteren Gefangenen in der Schweiz nimmt stark zu. 1982 gab es schweizweit nur 38 Häftlinge, die über 59 Jahre alt waren. 20 Jahre später waren es 81, mehr als doppelt so viele. Und der Trend hält an. Ueli Graf, Direktor der Strafanstalt Pöschwies in Regensdorf ZH: «Die Situation wird sich in Zukunft wohl akzentuieren, weil mit der Freilassung der Verwahrten sehr restriktiv umgegangen wird und sie in der Haft alt werden.» Weshalb landen immer mehr…

1. Februar 2024 Doris Schöni

Die Stiftung „Terra Vecchia“ ist eine Institution, die sich besonders um Jugendliche, die sich von der heutigen Welt überfordert, bedroht fühlen, kümmert. Sie bietet Arbeitsplätze in verschiedenen  Gebieten an. In einer Produktionsstätte sind alle möglichen Berufe vereint. Die Sozialtherapie Melchenbühl ist eine von vier Sozialtherapiebetrieben der Stiftung Terra Vecchia. In Gümligen, liegt das Patrizierhaus der stationären Sozialtherapie Melchenbühl. Was im Melchenbühl auffällt, ist der höfliche, rücksichtsvolle und hilfsbereite Umgang der Mitarbeitenden untereinander. Welches ihre Funktion auch ist, und es geht mitunter auch lustig zu und her, der Ton unter den Mitarbeitenden ist immer respektvoll . Es wird nicht unbedarft geduzt….