Wer erinnert sich noch an Marianne, die kleine anorexische Mutter dreier Töchter, die viel zu früh an Lungenkrebs erkrankte und starb?Wir lernten uns an der Aare dank unseren Hunden kennen. Sie plantschte mit ihrer Mira in der Aare, immer geschützt mit einem Sonnenhütchen. Mira war eine Strassenhündin. Hübsch, eigenwillig und verfressen. Marianne hielt sie kurz, wog ihr Fressen ab und erlaubte ihr keine Zwischennahrung. Deshalb war Mira ständig hungrig und büxte aus, um im Fähribeizli irgend etwas Essbares zu ergattern. Nichts konnte sie aufhalten, wenn sie eine Fressattacke überfiel. Marianne erzog sie streng und konsequent. Trotzdem setzte Mira immer ihre…
seinen Kummer öffentlich bekannt zu geben. Es geht mir nicht darum, meine wenigen sogenannten Followern zum Weinen zu bringen, ich stelle einfach ganz nüchtrrn fest, dass ich kaum in meinem Leben so oft und heftig geweint habe. Es sind nicht nur um die unangenehmen Folgen meiner Blasenlosigkeit, die mir sehr zusetzt, obwohl es nicht gerade angenehm ist, oft um zwei Uhr morgens den Spitex-Notfall zu rufen. Dass die Blasen-Entfernung derartige Veränderungen in meiner Psyche hervorgerufen hat, ist bestürzend. Ich leide unter einer permanenten Erschöpfung, schlafe ständig ein, bin völlig hoffnungslos, verzweifelt, obwohl ich viele spannende Freunde habe und auch mit…
Je me demande pourquoi tout un chacun se prend le droit de me soumettre à un ordre hiérarchique. Une personne ne se retient pas de m’engueuler pour mes blogs qui ne plaisent pas à une majorité de personnes inhabiles d’écriture. Evidemment suite à ce manque, ils prennent tout à la lettre, incapables d’abstraire et de lire entre les lignes. Puisque je suis autre que la majorité, c’est facile de me critiquer. La comparaison avec la masse affirme cette critique, bien qu’elle vienne de deux côtés différents. L’un critique ce que l’autre critique. Je me demande sérieusement pourquoi il y a…
Mein israelischer Cousin ist der Ansicht, dasss ich dass Recht habe, in meinen Blogs über alles zu schreiben. Wer damit nicht einverstanden ist, müsste eben darauf antworten. Ich weiss nicht, warum verschiedene Personen versuchen, mich davon abzuhalten, zu schreiben, was ich schreibe. Eigentlich ist das ein Angriff auf die Meinungsverschiedenheit. Es ist des jeden Recht, sich auf diese oder anderen Art zu einem Unrecht zu äussern. Wer sich aus Opportunismus einer gängigen Meinung anschliesst, nur um nicht anzuecken, ist ein Heuchler oder Feigling. Abgesehen davon ist er nicht im Stande, sich schriftlich auszudrücken. Es ist unglaublich, wie sehr gewisse Menschen…
Der Mensch wird ins Leben geworfen. Ohne Anleitung. Es hat sich am Lebensentwurf seiner Erzeuger zu orientieren. Wieviel Genetik dabei mitspielt, ist wohl von Mensch zu Mensch verschieden. Das Leben lebt für sich allein. In den ersten 60 Jahren ist das Leben unendlich. Leidet der Mensch nicht unter einer schweren Krankheit, ist der Gedanke an den Tod fern. Kommt das pr obable Ende immer näher, stellen sich Fragen ein. Was war mein Leben? Was habe ich damit gemacht? Es vertan oder genutzt? Wann macht das Leben Sinn? Wenn Nachwuchs vorhanden ist? Wenn er der Menschheit ein verbessertes Leben ermöglicht? Die…
Heute und jetzt habe ich beschlossen, von nun an von Zeit zu Zeit sogenannt private Blogs zu schreiben. Sie bleiben mir vorbehalten und dienen mir als Erinnerungsstützen, deshalb schreibe ich sie eigentlich auch. Offensichtlich verletzte ich zuviele Menschen mit diesen Blogs und seine Themen ärgern und werden auch als überflüssig wahrgenommen.
Ironie, mit der jemand sich selbst begegnet, seine Probleme, Fehler u.Ä. ironisiert. Über sich selbst oder seine Krankheiten Witze zu reissen, ist nicht jedermanns Sache. Menschen, die sich sehr ernst nehmen, machen sich nicht über sich selbst lustig. Sie begreifen auch nicht, dass sich darüber lustig machen eine Art Bann ist. Bekommt das Problem einen Namen, ist es weniger bedrohlich. Humorlose Menschen sind ausserstande, sich zu ironisieren. Sie schweigen sich lieber über ihre Probleme aus, als ihnen schutzlos – ohne Selbstironie – ausgeliefert zu sein. Lächerlich zu sein, ist etwa das Schlimmste, was einem Menschen geschehen kann. Das Sprichwort „C’est…
Seit meiner schweren Operation und dem zwei Monate langem Spitalaufenthalt, sitze ich zu Hause und vermisse Arbeit. Wohl wurde ich als freie Journalistin für eine neue Wochenzeitung angestellt. Nur bekam ich noch keine Aufträge für dieses Blatt. Es startet anfangs Dezember. Nur A rbeit Zu Hause zu sitzen ohne Arbeit finde ich als äusserst unangenehm. Auf der anderen Seite frage ich mich, ob meine Texte überhaupt noch genügen und ob sie zum Lesen animieren. Sie wurden und werden dauernd kritisiert, so dass ich – übrigens ähnlich dem Autoführen – völlig verunsichert bin. Wenn ich dann für die Institution „Terra Vecchia“…
„Mein“ Chirurg flirtet oder diskutiert lieber über Universitätspolitik als über seine Operationen als Urologe. So hat er sich nie über die Blasen-Entfernung geäussert, aber über das für ihn Beinahe-Wunder, dass ich von einer für ihn – als Mediziner – absolut tödlichen Lungenentzündung genesen bin. So wurde ich ins kalte Wasser geworfen ohne Informationen – das stimmt nicht, es kamen sogenannte „Stoma-Beraterinnen“ mit Informationen, die mich nicht interessierten – über die Konsequenzen einer abwesenden Blase, doch wirklich musste ich diese Tatsache von Grund auf lernen. Mit der Zeit wunderte und wundere ich mich über den grossen Einsatz der Spitex und die…
Es nähert sich auf leisen Sohlen. Das Gefühl des nicht mehr dazu Gehörens. Man war zwar nie ein Teil des ganzen Gebildes. Doch konnte man sich mit den Zielen identifizieren. plötzlich wird man sich jedoch bewusst, dass es nichts gibt, absolut nichts, mit dem man sich identifizien könnte. Es bleibe dahin gestellt, wer sich verändert hat. Wohl beide Teile. Lautstark werden die jeweiligen Meinungen vertreten. Wer am lautesten spricht, wird gehört. Die Themen kommen aus einer anderen Welt. Wenn man sie als irrevelant empfindet, ist man selber schuld. Also schweigt man und fühlt sich fremd. Und man möchte sich schütteln…