31. Oktober 2023 Doris Schöni 1Comment

-Kalamität bedeutet „Misswuchs“. Ich brauche diesen Begriff im Zusammenhang mit meinen Computer-Defiziten. Meine Kenntnisse sind dabei derart gering, dass sie eher schaden als nützen. Von Tag zu Tag werden es immer weniger, Ich bin hilflos Situationen ausgelîefert, die in Windeseile über Nacht geändert werden. Für wen und für was? Ist es ein Wettstreit zwischen Konkurrenten um ein Geschäft, das wiederum Milliarden verspricht, die innerhalb von kürzerster Zeit erwirtschaftet werden kann? Wie krank muss ein Mensch sein, um in Wirform einen Ausflug auf dem Wohlensee zu lobpreisen? Homepages sind keine Lustbefriedigungs-Maschinen, welche dem Ego  zur Seite stehen. Es ist eine Kalamität,…

29. Oktober 2023 Doris Schöni

Mein Hausarzt – er ist im Begriff, in Pension zu gehen, findet aber keinen Nachfolger – ist ein extremer Angsthase. Er will mir meinen Fahrausweis aberkennen, weil ich nach seiner Meinung zu viele physische Defizite habe (haben soll). Als Diabetikerin könnte ich – das passierte noch nie – eine Unterzuckerung bekommen. Diese wäre einfach durch die Messung des Blutzuckers vor jeder Autofahrt zu kontrollieren. Nun schickt er mich in eine Memory-Klinik, um eine allfällige Demenz abzuklären. Voir nicht allzu langer Zeit habe ich den UPD-Leiter interviewt, der mich davon überzeugt hat, dass Demenz abgewendet oder aufgeschoben werden kann, und zwar…

28. Oktober 2023 Doris Schöni 1Comment

Es gibt Pechtage. Tage, an welchen alles, wirklich alles schief, läuft. An einem dieser Pechtage stürzte ich in der Art der alten Menschen. Da ich meistens zu faul bin, meine Füsse zu heben, hängte mein Turnschuh an einer Bodenplatte an, so fiel ich erst auf die Knies und dann klatschte ich aufs linke Auge. Blut tropfte auf den öffentlichen Boden, das ich schambedeckt wegwischte. Ich kam vom Arzt und kehrte schnurstraks wieder zurück zum Arzt. Dieser war glücklicherweise besetzt, so bat ich eine der Praxishilfen um ein Pflaster. Sie desinfizierte die Wunde, die nicht sehr tief war, und verklebte sie….

27. Oktober 2023 Doris Schöni

Es ist ein sonderbares Phänomen. Alle Freunde von Lucien werden auch meine. Unter ihnen gibt es welche, die mich dann losgelöst von Lucien besuchen. Oft bleiben sie zum Nachtessen mit Lucien und mir. Ich habe noch keinen der Freunde kennen gelernt, mit dem ich mich nicht verstehen würde. Bei ihnen habe ich nie das Gefühl wie bei vielen anderen Menschen, dass ich sonderbar und verschroben bin. Bei anderen Menschen wird mir oft krass bewusst, dass ich gegen den Mainstream kämpfe und mich völlig von ihnen unterscheide. Dabei fühle ich mich unbehaglich und fehl am Platz. Ich frage mich, ob ich…

26. Oktober 2023 Doris Schöni 1Comment

Ich habe es satt, derart satt. Die üblichen Laptop-Probleme, was vorhanden sein sollte, ist einfach weg. Weg. Und dann ist mein Blasenersatz wieder ausgelaufen. Alles ist nass. Und es ist nicht mein Fehler. Der Ersatz war nicht überfüllt. Wieder eine undichte Stelle. Jetzt kann ich einmal mehr den Spitex-Notfall rufen, eine verschlafene, mürrische Hilfe mitten in der Nacht  kommen lassen. Ich mag nicht mehr. Alle diese Komplikationen. Die sich nie mehr verbessern lassen. Bis zu meinem Lebensende muss ich mich damit herumschlagen. Und sollte weise und zufrieden sein. Jeans, T-Shirt, Bluse, Pullover und Weste triefen. Ich habe es satt, derart…

25. Oktober 2023 Doris Schöni

Dieses Mail meines Cousins, der ein hoffnungsvolles Leben in Israel mit Arbeit, Militär und Familie führte, und nun mit fast 80 Jahren an der heutigen Welt verzweifelt, kopiere ich unkorrigiert – und leide, obwohl wir in völlig verschiedener Umgebung und Mentalität alt geworden sind, unter denselben Symptomen, das heisst, der allgemeinen Verrohung des Lebens. Unsere Generation ist ein Auslaufmodell, wir sind für die heutige Welt hoffnungslose Romantiker und Träumer. “ ich lese deine Zeilen und denke mir oft was ein Glück haben du und ich das wir schon „Alt“ sind… Wir ferstehen ja nicht die „Neue Welt“ oder heißt es…

24. Oktober 2023 Doris Schöni

Im Immobilienleitbild der Gemeinde Muri werden möglichst schnell Problembereiche erkannt und durch ein regelmässiges Reporting die operative und strategische Steuerung der Hochbauinvestitionen unterstützt. Das Leitbild differenziert jedoch nicht zwischen gemeindeeigenen oder privaten Objekten. Es gibt also kein Leitbild für Tankstellenshops, die von einer Benzinfirma  betrieben werden. Diese sind daher frei, zu schalten und zu walten nach eigenen Kriterien, also nach einer äusserst kommerziellen Methode. So wird der Shell-Tankstellen-Shop an der Thunstrasse umgebaut. Der Shop enthielt viele Produkte des täglichen Lebens. Sie deckten die Bedürfnisse eines improvisierten, unerwarteten Besuchs redlich ab. Allerdings befriedigte der Besuch lediglich die nötigen Einkäufe, bot aber…

23. Oktober 2023 Doris Schöni

Es lebe die Kleinmütigkeit. Die Schweizer Bevölkerung gab der konservativen SVP die Macht, über sie zu bestimmen. Ihre Wahl war beherrscht von einer diffusen Verunsicherung, ja, einer Angst vor neuen, unüberblickbaren Situationen. Fakes, komplizierte Internet-Phänomene, digitale Erfindungen, technisches Wissen, Mut, mit dem Internet zu spielen, neue Anwendungen zu installieren, blockieren die Benützer. Diese haben die Erfahrung gemacht, dass sich eine Änderung nicht einfach rückgängig machen lässt. Die Welt ist völlig technisiert und für den „gewöhnlichen“ Benützer intransparent geworden. Also vermeidet er Situationen, die er unter Umständen nicht mehr beherrscht. Er meistert sie nicht und zerstört bei Wutanfällen diverses Marterial.  Das…

22. Oktober 2023 Doris Schöni

Vor allem aber: An was erinnert sich der Mensch am ehesten? Was bleibt ganz nahe am Bewusstsein? Welche Erinnerung ist immer zum Abruf bereit? Sie muss Glücksgefühle hervorrufen, muss angenehm und erfüllend sein.  Meine Schwester empfindet Glücksgefühle, wenn in einer TV-Sendung der Verantwortliche einer auf viertausend Meter über Meer liegenden Berghütte vorgestellt wird, der Sohn ihres langjährigen Skilehrers aus Zermatt. Für sie ist das eine Familiengeschichte. Der Sohn ihres Skilehrers, den sie vielleicht damals als Kind wahr genommen hat. Als Sohn ihres Skilehrers ist er gleichsam ihr Sohn. Obwohl sie ausser Skifahren mit dem Skilehrer nichts gemein hatte, löst -…

15. Oktober 2023 Doris Schöni

Abends im Restaurant: Vier ausgewachsene Männer starren gebannt auf ihre Handies. Hin und wieder schieben sie ihrem Nachbarn das Telefon zu, damit dieser den Text (?) ebenfalls lesen kann. Frage: Wie war es vor einigen Jahren, bevor jedermann anstatt zu konversieren das Handy zückte? Ja, dank oder eben wegen des Handys sind die Gespräche zwischen Menschen verstummt. Der , heutige Mensch, jung und alt, männlich und weiblich, Grossmütter und Enkel, werden vom Handy völlig absorbiert. Ohne den Blick von ihrem Spielzeug zu lösen, überqueren sie verkehrsreiche Strassen, radelnd lesen sie ihre hochaktuellen Nachrichten, Lastwagen, Autos, Busse und Trams sind wohlberaten,…