Sterben hat Hochsaison. Sonnenschein und Frösteln. Bereits der Zweite, der sich Gewalt antut. Der eigene Tod lauert. Menschen brechen weg, ertragen es und sich nicht mehr. Ein Todesreigen .Bàumlein wechsle dich. Abzählverse. Und du bist raus. Er erschiesst sich. Hängt sich auf. Ergibt sich. Suizid hat keinen Sinn mehr. Sind es Stimmen in deinem Kopf? Sirenenstimmen. Sie locken. Frohlocken sie? Memento mori.
In der vierhundert Seelen zählenden Gemeinde Oberhünigen langweilen sich die beiden 13-jährigen Sandro und Amir. Der Sommer kündigt sich heiss an. Die Bauern sorgen sich jetzt schon um ihre Ernten. In dieser Gemeinde herrscht der Brauch, dass sich jedermann grüsst. Die meisten Bürgerinnen und Bürger duzen sich ohnehin. Sandro findet sowohl das Grüssen wie auch das Duzen oberdoof. Mit einem Pokergesicht keuzt er die Dorfbewohner und nimmt ihnen den Gruss nicht ab. Sandro und Amir besuchen die Schule in Oberhünigen, die sich ziemlich weit über dem Dorf befindet. Es . ist vor allem für die jüngeren Schülerinnen und Schüler eine…
Die ältesten Texte der Bibel sind ehemals mündliche Traditionen und Überlieferungen, die Schreiber aus den Ländern östlich des Mittelmeers verfassen sie ab etwa 600 v. Chr. auf Papyrus, Lederrollen oder Tontafeln. Sieben Jahrhunderte lang werden Theologen um die richtige Anzahl dieser Schriften ringen. Erst um das Jahr 95 n. Chr. bezeugt der jüdische Historiker Josephus den endgültigen Umfang der Überlieferungen des Tanach. Die frühen Christen übernehmen die jüdische Bibel als Heilige Schrift und verwenden sie in ihren eigenen Gottesdiensten – sie sehen sich in der Tradition des Judentums, betrachten sich selbst als Teil des auserwählten Volkes. Diese Tatsache vernehme ich…
Rübezahl wurde als ein Wesen von gut und böse dargestellt. Armen galt sein besonderes Augenmerk. Es geschehen immer Missgeschicke, auch in Muri b. Bern. Unbelehrbare, starrköpfige und die Arbeit über die Gesundheit stellende Menschen frönen nicht der Achtsamkeit, hören nicht in sich hinein um allfällige Symptome heraus zu filtern. Diese Menschenart hat sich nie einer Krankeit ergeben, legte sich während ihres ganzen Lebens nie ins Bett; allfällig hohes Fieber schwitzte sie beim Sport aus dem Körper und schleppte am kommenden Tag schwere Körbe mit Büchern aus dem vierten Stock eines Altstadthauses. Sie weichen auch im Alter von dieser These nicht…
Schimpansen sind die nächsten lebenden Verwandten des Menschen und bewohnen das mittlere Afrika. Die Schimpansen sind eine Gattung aus der Familie der Menschenaffen. Zur Gattung zählen zwei Arten: der Gemeine Schimpanse, der häufig auch nur „Schimpanse“ genannt wird, und der Bonobo oder Zwergschimpanse. Die Menschenähnlichkeit der Schimpansen ist frappant. Ebenso frappant sind die völlig verschiedenen Charaktere der Schimpansinnen. Nach der Geburt eines Babys können sie sehr brutal mit ihm umgehen, drücken es zu Boden, versuchen es abzuschütteln, schleifen es über den Boden, ziehen es an den Ohren und verwehren ihm gewaltsam die Brust. Andere Mütter sind liebevoll, küssen das…
Ein Sprichwort lautet: Das geht auf keine Kuhhaut. Herkunft: In der Antike und im Mittelalter wurden Tierhäute (Pergament) beschriftet und als Rollen oder in Buchform aufbewahrt. Verschiedene bildliche Darstellungen zeigen den Teufel dabei, wie er das Sündenregister des Menschen auf einer Kuhhaut aufzeichnet. Ist dieses zu gross, so hat der Mensch zu viel gesündigt und keine Kuhhaut ist gross genug, die Sündenliste zu fassen. Der Schlusseffekt liegt darin, dass im Mittelalter das Pergament meist aus Schafs- oder Kalbshäuten bestand. Wenn aber selbst die grössere Kuhhaut zu klein ist, dann muss man schon viel zu schreiben haben. Ein Bauer bringt eine…
Die Affen fressen sich gegenseitig sozusagen die Läuse aus dem Pelz. Diese Redewendung geht zurück auf das letzte Jahrhundert und die Schausteller von Jahrmärkten, die für ihre Vorstellungen häufig Affen bei sich trugen. Manchmal kam es vor, dass diese Jahrmarktsaffen anfingen, die Schausteller zu lausen. Diese waren zunächst sehr erstaunt darüber. Dieser Ausdruck der Überraschung auf den Gesichtern der Artisten sorgte bei den Zuschauern für zusätzliches Gelächter. Deswegen sagt man auch heute noch „Mich laust der Affe“, wenn etwas Unerwartetes oder Überraschendes passiert. Jahr für Jahr taucht der Gaukler Nicolas mit der Äffin Johanna und dem Border Collie Tristan in…