12. Dezember 2021 Doris Schöni

Es begab sich vor der christlichen Zeitrechnung (begründet 525 n. Chr. vom skythisch-stämmigen römischen Mönch Dionysius Exiguus). Der Goldfisch gehörte einem Knaben in Babylon. Er wunderte sich, dass der Fisch immer an derselben Stelle im Aquarium blieb, ohne je wegzuschwimmen. Der Knabe hatte die Gabe, sich mit Tieren zu verständigen. Er sprach zum Goldfisch: „Goldfisch, warum bleiben Sie immer an derselben Stelle?“ Der Goldfisch: „Weil es mir hier gefällt“.  Der Knabe: „Ich habe Sie noch nie schwimmen gesehen“. Der Goldfisch: „Ich kann nicht schwimmen“. Der Knabe: „Jeder Fisch kann schwimmen“. Der Goldfisch: „Ich bin eben nicht jeder Fisch“. Der Knabe:…

11. Dezember 2021 Doris Schöni

In der klassischen Antike tauchen „Hexen“ als zauberkräftige Menschenfrauen wie Kirke und Medea auf, die mit Magie und Giften angeblich Menschen und Tiere verzaubern konnten. Der Begriff wird heute auch als abwertende Bezeichnung bzw. Schimpfwort für eine bösartige, zänkische, unangenehme oder hässliche weibliche Person benutzt. In ungefähr zur selbigen Zeit trieb eine bösartige Hexe ihr Unwesen. Ihre Bösartigkeit blieb unübertroffen. Sie verzauberte nicht, sie tötete. Wenn ihr irgend ein Mensch aus irgend einem Grund nicht oder zu gut gefiel, lockte sie ihn in ein Netz aus Hanffasern, in dem er sich verhedderte und sog ihn aus. Mit dem Aussaugen übernahm…

10. Dezember 2021 Doris Schöni 1Comment

Es war einmal … . Die kleine Muckin, deren Mutter bei ihrer Geburt starb, wurde als Missgestalt geboren. Ihr Vater schämte sich ihrer, lebte fern von ihr, liess sie aber von einem Diener versorgen. So wuchs sie auf in Einsamkeit. Sobald sie krabbeln konnte, robbte sie an die Sonne und liess sich bescheinen. Ihre Haut wurde dunkel und ihre Haare ringelten sich. Die Kinder des Dorfes johlten bei ihrem Anblick und schrieen: „Muckin, was bist du hässlich. Deine Mutter hätte dich beim ersten Bad ertränken müssen“. Muckin kannte noch nicht viele Wörter, also lächelte sie selig. Die Dorfkinder erschraken. Warum…

9. Dezember 2021 Doris Schöni

Ein lehrreicher Krimi. Eine korrupte Firma, das heisst, seine obersten Chefs, lassen einen Kollegen für ihre kriminellen Machenschaften verurteilen und für drei Jahre eine Gefängnisstrafe absitzen. Der Mann kehrt nach der Verbüssung zurück und fordert sehr viel Geld als „Wiedergutmachung“. Die Chefs lachen ihn aus und werfen ihn aus der Firma. Der Mann geht zum Verwaltungsratspräsident mit derselben Forderung. Dieser lehnt sie kategorisch ab und lässt ihn abführen. Zwischen Verzweiflung und ohnmächtiger Wut denkt der Mann an Rache. Zufällig trifft er seine Frau, die ihm eröffnet, einen anderen Mann zu lieben. Eine wichtige Frau aus der Firma wird tot aufgefunden….

7. Dezember 2021 Doris Schöni 1Comment

Es begibt sich in der Adventszeit. Advent, eigentlich adventus Domini, bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Fest der Geburt Jesu Christi, Weihnachten, vorbereitet. Ein achtjähriges Mädchen hat das Pech, einen Afrikaner zum leiblichen Vater zu haben. Er ist längst über alle Berge. Die Mutter, die lediglich kurze Zeit mit dem Afrikaner verheiratet war, lebt nun mit einem Schweizer zusammen, der freudig die Vaterrolle übernommen hat. Das achtjährige Mädchen ist fröhlich, intelligent, hübsch. Wird es seine Fröhlichkeit einbüssen? Wird es derart verletzt, dass sich seine Intelligenz nicht entwickeln kann? Wird sich sein hübsches Gesicht allmählich verzerren? Das kleine…

5. Dezember 2021 Doris Schöni

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass bei jüngeren Schweizerinnen und Schweizern jedes dritte Wort Englisch ist?  Viele dieser Schweizerinnen krähen „Oh my Gooooood ….“, während ihre Kollegen keinen Satz ohne das Adjektiv „cool“ hervorbringen. In englischsprachigen Ländern lacht man über das „Swinglish“ der Schweizer, die Worte und Sätze äussern, die für englische Muttersprachler keinen Sinn ergeben. Beispiele: Das Handy, Give someone a shooting, Mobbing, Rowdy, etc. Ein Witzbold schrieb: „Man könnte sagen, alle (Schweizer) sprächen ein schlechtes Englisch recht gut …“. Menschen in Ländern mit verschiedenen Sprachen haben die Tendenz, Englisch als „lingua franca“ zu benützen. Englisch wird von gemischt…

4. Dezember 2021 Doris Schöni

In Zürich wurde eine Expertengruppe nominiert, um abzuklären, ob die Mohrenstrasse umgetauft werden müsse. Eine solche Dummhaftigkeit ist in einer Stadt wie Zürich unwürdig. Anti-rassistische Eiferer drängen darauf, die deutsche Sprache von (vermeintlich) rassistischen Ausdrücken zu „säubern“. So rückt das Subjektiv „Mohr“ immer wieder ins Kreuzfeuer von geschichtlich ignoranten Sprachpuristen. Dass der „Mohr“ in früheren Epochen keine negative Konnotation aufwies, ist längst bekannt. Als Beispiel dient die „Zunft zum Mohren“, die im 13. Jahrhundert im Bern gegründet wurde und deren Namen nun von unbedarften sprachlichen Reinemachern nach acht Jahrhunderten Kontinuität vom Rassismus – von dem kann in diesem Fall wirklich…