29. November 2019 Doris Schöni

mit einer Person, die einem unsympathisch ist, der man misstraut, die man als Wolf im Schafspelz wahrnimmt und in deren Umgebung man sich unwohl fühlt, Frieden zu schliessen. seine wahren Gefühle, seine vermeintliche Überlegenheit, seinen Abscheu vor Plebejern, seine Verachtung für Spiessbürger, seine Ablehnung von Autoritätsgläubigen und seine Andersartigkeit nicht verbalisiert. beim Kontakt mit Ordnungshütern (mit Betonung auf Ordnung, nicht auf Menschen) gute Miene zum bösen Bussenspiel zu machen, sich schuldig zu zeigen und ja nicht den Uniformierten den Vogel zu zeigen, reumütig zu schwören, nie, nie wieder einen Zigarettenstummel aus dem Auto zu werfen, zu sagen, die Busse sei…

22. November 2019 Doris Schöni

Nicht nur in Muri, auch in Bern und Agglomeration gibt es Baustellen zuhauf. Strassen, Häuser und Abwasseranlagen sind am Entstehen, es wird gebaut, als würde Bauen verboten. Früher – vielleicht auch heute noch – sah man alte Männer, die fasziniert in Baugruben starrten. Es schien, als nähmen sie noch am Leben teil. Die meisten von ihnen stammten wohl nicht vom Baugewerbe, doch sie schienen von Baugruben- und stellen magisch angezogen zu werden. Seit Monaten, wenn nicht Jahen, dominieren dunkelrote Lastwagen, Bagger, Kipper, Krane, Lader, Traktoren, etc. Strassen und Baustellen in der Region Bern. Sie verursachen meist ohrenbetäubenden Lärm, fahren mit…

13. November 2019 Doris Schöni

Nicht nur in Deutschland, in ganz Europa und den USA nehmen Rechtsextremismus und Antisemitismus rapide zu. Ist der menschliche Geist derart verstopft, dass lediglich 80 Jahre nach dem Scheitern der Nationalsozialisten die Verbrechen an den Juden „vergessen“ sind? Wie können einigermassen normale Menschen an der Realität des Holocausts zweifeln trotz aller Dokumente, Filme, Fotos, Aufzeichnungen, persönlichen Schilderungen, die dessen Existenz beweisen? Extremismus-Forscher weisen darauf hin, dass Verbrechen gegen die Menschlichkeit nur im Verband, also zusammen mit vielen anderen, ähnlich gesinnten Personen, verübt werden. Dies entlastet den einzelnen und schiebt einer Art Massendynamik die Schuld zu. Hätten sich Tausende von Helfershelfern…

7. November 2019 Doris Schöni

Der griechische Philosoph Platon (427–347 v. Chr.) sollte heutzutage als Vorbild dienen. Er empfahl, Philosophen an die Spitze des Staates zu setzen und warnte vor Populisten: „Eine zentrale Rolle spielen jedenfalls schlaue Populisten, die den Vermögenden den Besitz wegnehmen, dem Volk verteilen und selbst den grössten Teil davon für sich behalten. Und da das Volk die Tendenz hat, immer einen einzelnen Anführer besonders zu hegen und gross zu machen, geht dann aus dem skrupellosen Demagogen, der sich der Menge durch das Versprechen von Schuldenerlass und Neuverteilung des Landes als Helfer des Volkes andient, der Tyrann hervor“. Im 5. Buch der…

3. November 2019 Doris Schöni

… die das Leben vergällen. Flaschen mit Reinigungsmitteln, die derart gesichert sind, dass nur arbeitsgewohnte Hände sie aufzuschrauben imstande sind. Eglifilets, die sich beim Braten krümmen. Butter, deren Verpackung an den Enden geklebt werden, so dass sie sich beim Auspacken verformt. Tetrapackungen mit Rahm, die beim Aufschneiden überschwappen. Büchsen mit einem am Deckel angebrachten Ring zum Öffnen, der entweder abbricht oder so schwer aufzureissen ist, dass er nicht aufreissbar ist. Pet-Flaschen, die unmöglich aufzuschrauben sind. Stiefeletten oder Stiefel ohne Reissverschluss, die man bestensfalls als Spitzentänzerin überziehen könnte. Alufolien, die sich nicht abreissen lassen, weil die dafür vorhandenen Kartonzähne stumpf sind….