22. April 2019 Doris Schöni

Man traut seinen Augen nicht. Siebzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs driftet Europa wieder nach rechts. Die zweite und dritte Generation nach den damaligen Augenzeugen sehnt sich nach „Führern“, Diktatoren, Autoritäten, Erhaltung der sogenannten weissen „Rasse“ (merke: Die Hautfarbe ist eine Klimafrage) sowie der christlichen Religion. Wer hat da versagt? Die Eltern, Lehrer, die Politik? Wurden die Nachkriegsgenerationen nicht aufgeklärt? Hat man einen Schleier über den Kriegsgräuel, den Holocaust, die Psychopathie des drogensüchtigen „Führers“ gelegt, um sich nicht mitschuldig fühlen zu müssen? Die NZZ am Sonntag berichtet (am 21. April) über die Rückkehr in die Politik von Marine…

19. April 2019 Doris Schöni

Am Karfreitag vor etwa siebzig Jahren roch es in der Küche nach Spargeln und aus dem Radio tönte eine Passion von Bach. Ich war böse gewesen und wurde ins schwarze Kämmerlein verbannt. Fortan hasste ich Spargeln und liebte Bachs Passionen. Sonderbar: Nur unangenehme Kindheitserinnerungen tauchen an die Oberfläche des Bewusstseins.

3. April 2019 Doris Schöni

mit dem Strom, aber es gibt auch Hölzer, die sich widersetzen, mit dem Strom zu schwimmen. In einer kleinen Bucht an der Aare dümpelte ein Holzstab mit je einem verdickten Ende. Er geriet in einen Sog, der ihn nach hinten trieb und von dort dtängte ihn die Kraft des Flusses abwärts. Es gelang dem Stab, aus der Strömung auszuscheren und alles begann von neuem. Sog und Kraft des Flusses, ihn zum Abwärtsschwimmen zu zwingen. Ausscheren aus der Strömung. Ein Holzstab, der sich weigerte, mit dem Strom zu schwimmen. Was ein Holzstab kann, sollten die Menschen ebenfalls können, nämlich gegen den…