ARTE zeigte am Donnerstagmorgen von 00:40 – 01:35 einen Dokumentarfilm (von Véronique Lagoarde-Ségot) von bisher unveröffentlichten Aufnahmen aus sowjetischen Archiven. Sie erzählen vom Holocaust jenseits der offiziellen Geschichtsschreibung und von einem vergessenen Massenmord am jüdischen Volk. Die weltbekannten Filmaufnahmen von der Befreiung der Konzentrationslager waren lange die einzigen Dokumente, die der Shoah im kollektiven Gedächtnis ein Gesicht gaben und den Horror ansatzweise greifbar machten. Doch was wissen wir von den drei Millionen Juden, die auf sowjetischem Boden ums Leben kamen? Nach Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Paktes 1939 hatte die UdSSR die baltischen Länder und den östlichen Teil Polens annektiert. In diesen Ländern…
Jedermann kennt diese Situation: Man parkiert irgendwo und schon ist ein eifriger Beobachter zur Stelle und rügt: „Hier darf man nicht parkieren“. Oder man rennt neben einem Zebrastreifen über die Strasse und eine gellende Stimme hallt: „Man darf nicht neben einem Zebrastreifen die Strasse überqueren“. Und nun werden viele willige Bürger danach trachten, IV-Bezügern, vorallem jenen, die aus psychischen Gründen Hilfe bekommen, die Invalidenrente zu vermiesen. Den psychischen IV-Bezügern sieht man ja die Versehrtheit nicht an, also sind sie in der Lage, Holz zu spalten. Neid, Missgunst, Frustrationen über die eigene Lebenslage führen dazu, dass es dem Nachbar nicht besser…
Cinedome: Schön und leer Abgesehen von Blockbusters sind auch „wertvolle“ Filme im Gümliger Cinedome zu sehen. Also nichts wie los: für die Einwohner der Gemeinde Muri b. Bern ist der kurze Weg ins neue Grosskino ein Privileg. Vor dem Film ein Besuch im Hamburger-Restaurant „Hans im Glück“. Das Restaurant ist ziemlich voll. Vor lauter Birkenstämmen sieht man die leeren Tische nicht. Die Bedienung ist sehr effizient. Die Hamburger jedoch sind miserabel. Lauwarm, zäh, grobkörnig und der Käse ist noch roh. Die auf dem Tisch aufgestellten Saucen entsprechen einem faden Einheitsgeschmack à la mode einer Restaurant-Kette. „Hans im Glück“? Einmal und…
In seinem letzten Gespräch, das im Fernsehen aufgezeichnet wurde, wirkte Ignatz Bubis verbittert und enttäuscht. Er, der sein Leben lang versucht hatte, die Deutschen und Juden zusammen zu bringen, fühlte sich angesichts des sich immer heftiger entwickelnden Antisemitismus in Deutschland missverstanden. Sein Fazit lautete: „Ich wollte diese Ausgrenzerei, hier Deutsche, dort Juden, weghaben. Ich habe gedacht, vielleicht schaffst du es, daß die Menschen anders über einander denken, anders miteinander umgehen. Aber, nein, ich habe fast nichts bewegt.“ Das Schicksal war Bubis gnädig, musste er doch nicht erleben, was sich heute in Deutschland (vornehmlich im Osten), ohne an Länder wie Ungarn,…