Fechten ist eine Randsportart. Es haftet ihm das Image eines Sports für „Mehrbessere“ an, was wohl aus seiner Geschichte herrührt, aber falsch ist, denn das Betreiben dieses Sports ist günstiger als zum Beispiel Skifahren. Es gibt von internationaler und nationaler Verbandsseite Bemühungen, das Fechten etwas publikumsnäher (slowmotion an Fernsehübertragungen) zu gestalten, ein mühevolles Bestreben, denn für das Massenpublikum zählt nur der Massensport, abgesehen davon. dass man die Gesichter der Sportler nicht sehe und überhaupt die Fechtaktionen viel zu schnell und unverständlich seien. Am Wochenende spielte sich in Bern das traditionelle Degen-Weltcupturnier „Grand Prix de Berne“ ab, in der Stärke vergleichbar…
… dann wendet sich diese Gemeinde den einfacheren Gemütern zu. Von Populismus zu sprechen, wäre zwar etwas übertrieben, aber wehret den Anfängen. Die abscheulichen rassistischen Vorfälle an Fussballspielen in umliegenden Ländern sind ein Indiz dafür, dass der Mob die einfachen Lösungen der Populisten aufnimmt und sie filterlos vorlebt. „Ausländer raus,Schwarze raus, Bräunliche raus, Muslime raus, Juden raus“. Noch fehlen die Intellektuellen, aber die wären wohl gut beraten, sich bald für ein Asyl umzusehen. In vielen europäischen Ländern sind die Populisten im Vormarsch. Ihre Wähler sind vornehmlich einfachere Gemüter. Diese brauchen Idole und Führer. Wenn das Volk einen Fussballverein oder Fussballer…
Wer hätte die Grossmut, ein zeitgemässes Lokalmagazin zu finanzieren? Es würde Alt und Jung ansprechen, mit Humor ernsthafte Themen behandeln, über Kultur und Sport berichten und, warum auch nicht, bisweilen die politische Korrektheit etwas ankratzen. „Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp, Zu tauchen in diesen Schlund?“ (Friedrich Schiller, Der Taucher)
Mit 92 Jahren hat Stéphane Hessel (1917-2013) das Pamphlet „Indignez-vous!“ verfasst und wurde damit weltbekannt. Der Autor hat das Konzentrationslager von Buchenwald überlebt, war französischer Botschafter und die „Frankfurter Allgemeine“ nannte ihn einen „Weltbürger, der sich für die Obdachlosen, Ausgeschlossenen, Eingewanderten“ engagierte. Die letzte Sequenz in einem Arte-Beitrag (15. Oktober 2017) zeigt den alten, distinguierten Herrn zu einer valse musette tanzend in Paris. Stéphane Hessel hat das Alter Lügen gestraft. Trotz seiner 92 Jahren begeisterte er, “ lässig, gebildet und mit ironischem Understatement“, die Jugend. Er hatte den Mut, sich aufzulehnen und zur Auflehnung aufzurufen. Von seinem Mut, seiner Lebendigkeit…
Sie begegnen sich auf der Brücke des Krebsenbächleins. Ihre Hunde beschnuppern sich. Der eine ist weiss, der andere schwarz-weiss. Ursula: Wie gehts? Sie: Hundsmiserabel. Ursula: Unseren Hunden gehts gut. Sie: Ja, denen geht es bestens. Ursula: Und warum geht es dir hundsmiserabel? Sie: Das weisst du ja. Wir haben bereits darüber gesprochen. Ursula: Du bist selber schuld. Warum hast du das andere Dorf vernachlässigt? Sie: Habe ich nicht. Über jede noch so mittelmässige Ausstellung habe ich geschrieben. Ursula: Mittelmässig? Sie: Untermittelmässig. Manchmal unteruntermittelmässig. Ursula: Du misst mit den Ellen des anderen Dorfes. Sie: Und? Ursula: Du kommst eben aus dem…
Sie stossen aufeinander vor der Vitrine der Patisserie bei COOP. Robert: Du schreibst nicht mehr. Sie: Kunststück. Robert: Warum? Sie: Ich darf nicht mehr. Robert: Ah. Sie: Ich wurde rausgeschmissen. Robert: Oh. Robert: Aha. Deshalb ist das Blatt so mager. Sie: Ja. Das gefällt heute. Robert: Siehst du den Cheese Cake? Die Leute, die kein Englisch können, glauben es sei ein Käsekuchen. Und warum wurdest du rausgeworfen? Sie: Ganz einfach. Ich bin zu alt. Robert: Zu alt? Sie: Ja, zu alt. Ein Jüngerer, der den Job brauchte, hat mich entthront. Robert: Einfach so. Gemein. Sie: Neue Besen wischen besser. Robert:…